Elektromobilität in China Volvo startet Blockchain-Projekt für recyceltes Kobalt

Um seine Elektrifizierungsstrategie voranzutreiben, hat der schwedische Autobauer Volvo ein millionenschwere Abkommen mit LG Chem und CATL geschlossen. Im Bild zu sehen ist der Einbau einer Plug-in Hybrid-Batterie in einen XC40 im Werk Ghent.
Volvo möchte seine Kobalt-Supply-Chain nachverfolgen und setzt hierfür auf Blockchain-Technologie.

Elektromobilität wird nicht zuletzt aufgrund des konfliktbehafteten Abbaus seltener Rohstoffe wie Kobalt oder Lithium kritisch betrachtet. Volvo testet nun die Blockchain-Technologie, um die Kobalt-Supply-Chain transparent und rückverfolgbar zu gestalten.

Lithium und Kobalt sind nach heutigem Stand unabdingbar für Elektrofahrzeuge. Doch insbesondere das seltene Kobalt wird unter oft menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut. Zwei Drittel der Vorkommen befinden sich in der Demokratischen Republik Kongo. Automobilkonzerne müssen also nicht nur darauf schauen, woher der Rohstoff stammt, der in ihren Fahrzeugen genutzt wird, wie er gefördert wird, sondern auch auf recyceltes Kobalt setzen.

Nach BMW, Ford und Volkswagen will auch Volvo verfolgen, woher das zum Einsatz kommende Metall stammt. Der schwedische Automobilhersteller untersucht hierfür den Einsatz von Blockchain-Technologie, um eine »Transparenz und Rückverfolgbarkeit« seiner Lieferketten zu erzielen.

In einem ersten Projekt, das vom britischen Blockchain-Spezialisten Circulor entwickelt wurde und auf Oracle-Technologie basiert, hat der Autobauer das recycelte Kobalt in China innerhalb von zwei Monaten verfolgt und zwar von der Recyclinganlage bis hin zum Werk. Die Technologie soll noch in diesem Jahr flächendeckend eingeführt werden.

Darüber hinaus schließt sich Volvo auch einer Industrieinitiative für transparente Lieferketten an, der auch Ford, Volkswagen, Huayou Cobalt, IBM, LG Chem und RCS angehören.