Combined Charging System als Standard? Volvo plädiert für einheitliche Lade-Infrastruktur

Ladevorgang eines Volvo S90 Twin Engine
Ladevorgang eines Volvo S90 Twin Engine

Volvo befürwortet die Einführung einer standardisierten Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge. Der schwedische Automobil hat sich entschieden, die Vereinigung »Charging Interface Initiative« zu unterstützen. Deren Ziel ist es, das Combined Charging System als Ladestandard für batteriebetriebene Fahrzeuge zu etablieren.

Eine einfache, standardisierte, schnelle und globale Lade-Infrastruktur ist eine Voraussetzung dafür, dass die Popularität von Elektroautos weiter steigt und die neue Technik wirklich akzeptiert wird.

»Wir erkennen bereits ein steigendes Interesse an komplett elektrischen Autos«, erklärt Dr. Peter Mertens, Senior Vice President für Forschung & Entwicklung bei der Volvo Car Group. »Die Batterietechnik verbessert sich, die Kosten sinken, und eine Lade-Infrastruktur wird eingerichtet. Doch während wir in Sachen Technik schon bereit sind, hinkt die Infrastruktur noch hinterher. Wir brauchen dringend ein weltweit einheitliches Aufladesystem, damit Sorgen der Kunden rund um die Reichweite endlich der Vergangenheit angehören.«

Das Combined Charging System bietet normale und Schnellladefunktionen und macht die Nutzung eines Elektroautos einfacher und komfortabler – vor allem in Städten und Ballungsräumen, den idealen Einsatzgebieten für Elektroautos. Das CCS verbindet Einphasen- und schnelles Dreiphasen-Aufladen und ist sowohl auf Wechselstrom mit bis zu 43 kW als auch auf Gleichstrom mit bis zu 200 kW ausgelegt, künftig sollen bis zu 350 kW möglich sein – alles in einem System.

Die Charging Interface Initiative ist derzeit damit beschäftigt, Anforderungen für Ladestandards und Zertifizierungen auszuarbeiten, die von Herstellern rund um den Globus genutzt werden können.