Induktives Laden Stadtwerke Marburg testen Primove-Elektromobilitätskonzept

Die Batterie des Elektrobusses wird während des normalen Betriebs aufgeladen.
Die Batterie des Elektrobusses wird während des normalen Betriebs aufgeladen.

Nach anderen Städten hat nun auch Marburg den Einsatz eines Elektrobusses mit einem induktivem Ladesystem von Bombardier Transportation erprobt.

E-Busse mit Primove-System sind aktuell bereits in Berlin, Braunschweig, Mannheim und im belgischen Brügge im Einsatz. Seit Beginn des Passagierbetriebes mit dem ersten Primove E-Bus in Braunschweig im März 2014, haben die induktiv geladenen Fahrzeuge schon über 200.000 Kilometer zurückgelegt.

Das unsichtbare Ladesystem benötigt weder Kabel noch Stecker oder Oberleitungen. Es basiert auf einer induktiven Hochleistungsenergieübertragung zwischen unterirdisch verlegten Komponenten und der unter dem Fahrzeug installierten Aufnahmespule. So wird die Batterie mit einer Leistung von 200 kW geladen - und das während des normalen Betriebes, beim Ein- und Aussteigen der Passagiere oder während der Wendezeiten. Wie gut das funktioniert, zeigt auch die Erfahrung im Mannheimer Projekt. Hier wurden bereits mehr als 10.000 Ladevorgänge erfolgreich durchgeführt.

Seit März 2014 wird in Braunschweig der erste mit der Primove-Technologie ausgestattete, 12 Meter lange E-Bus im Personenverkehr eingesetzt. Hinzu kamen im Dezember 2014 auch 18 Meter lange Gelenkbusse - die weltweit ersten Elektrobusse dieser Art. Weitere mit Primove ausgestattete E-Busse sind in Berlin, Mannheim und im belgischen Brügge unterwegs. Zudem schloss Primove im März 2015 einen Vertrag über die Entwicklung und Lieferung seiner drahtlosen Ladelösung für elektrische PKWs mit einem der größten Automobilhersteller der Welt.