E-Mobilität im Automotive Aftermarket Schaeffler mit Reparaturlösung für 48-Volt-Hybride

Schaeffler bietet ab sofort eine Reparaturlösung für hybride 48-V-Fahrzeuge an.
Schaeffler bietet ab sofort eine Reparaturlösung für hybride 48-V-Fahrzeuge an.

Schaeffler Automotive Aftermarket bietet eine Reparaturlösung für den Nebenaggregatetrieb von Hybridautos mit 48 V an. Das 48-V-INA-FEAD-KIT ist für den Renault Scénic und Mégane dCi 110 Hybrid Assist erhältlich. Hauptkomponenten: Keilrippenriemen, Spann- und Umlenkrollen sowie Zubehörteile.

2020 gilt bei den Automobilherstellern als das Schlüsseljahr für die Elektromobilität, erstmals greifen die von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwerte verbindlich. Auch im Automotive Aftermarket stellt sich die Frage, welche Ersatzteile künftig benötigt werden und wie sich der Service realisieren lässt. Die technischen Herausforderungen, für die sich Werkstätten zukünftig rüsten müssen, sind vielfältig und komplex – so kommt beispielsweise bei Hybridautos mit P0-Antrieb zum klassischen Verbrennungsmotor ein Elektromotor im Riementrieb hinzu. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die 48-V-Mild-Hybrid-Technologie, mit der sich das FEAD-System vom Energieverbraucher zum Energieversorger entwickelt: Hierbei werden Anlasser und Lichtmaschine durch einen Riemenstarter-Generator, kurz RSG, ersetzt. Im Zusammenspiel mit einer 48-V-Batterie kann das Fahrzeug mit komplett abgeschaltetem Verbrennungsmotor segeln und dadurch im Straßenverkehr bis zu sieben Prozent CO2-Emissionen sparen. Beim Anfahren erhöht der Riemenstarter-Generator zusätzlich mit der Boostfunktion unverzüglich das Antriebsdrehmoment und sorgt so für mehr Dynamik und Komfort.

Technologisch ist Schaeffler mit seiner Erstausrüstungsexpertise für den Antriebsstrang im Ersatzteilmarkt auf hybride Fahrzeuggenerationen vorbereitet. Im Portfolio sind Fahrwerkskomponenten für mehr als 85 Prozent aller Hybridfahrzeuge. Das entspricht nahezu der gleichen Abdeckung wie für Pkws mit klassischem Verbrennungsmotor. Für den Steuer- und Nebenaggregatetrieb hat das Unternehmen für mehr als die Hälfte der hybriden Pkws eine Reparaturlösung verfügbar. In den Werkstätten werden unter anderem folgende Anwendungen von Schaeffler eingesetzt: Im Bereich Motor das INA Zahnriemen KIT für den Audi A3 Sportback 1.4 TFSI e-tron, VW GOLF VII 1.4 GTE Hybrid sowie den Volvo D5 und D6 Hybrid. Für die Reparatur des Fahrwerks wird beispielsweise das FAG WheelSet im Renault Scénic 4 mit 1.5 dCi Hybrid Assist sowie im BMW X5 und X6 Hybrid verwendet.

Übergangszeit einplanen

Werkstätten müssen sich zunächst auf eine Übergangszeit einstellen, denn der Wechsel zur E-Mobilität wird sich nicht von einem Tag auf den anderen vollziehen. »Wir verstehen die Erweiterung des Fahrzeugs um einen elektrischen Antrieb zunächst als Evolution in der Fahrzeugarchitektur. Die Prozesse bei Diagnose und Reparatur werden sich verändern, aber zweifelsohne können auch freie Werkstätten Hybrid- und Elektrofahrzeuge reparieren. Wichtig ist, dass sie die Veränderungen im Markt annehmen, in Zukunftslösungen investieren und sich weiterbilden«, erklärt Rouven Daniel, Leiter Antriebssysteme und verantwortlich für das Thema E-Mobilität bei Schaeffler Automotive Aftermarket.

Unabhängig von der Antriebsart ist das Ersatzteilgeschäft etwa fünf Jahre nachgelagert. Das gilt nicht nur für Hybrid-, sondern auch für reine Elektrofahrzeuge. Für beide Antriebsarten zusammen erwartet der Zulieferer, dass der relevante Fahrzeuganteil im Ersatzteilmarkt – also Fahrzeuge, die älter als fünf Jahre sind – global in den kommenden Jahren bei weniger als fünf Prozent liegt, bei gleichzeitig steigendem Fuhrpark weltweit. Grundlage hierfür ist das »30-40-30-Szenario« von Schaeffler, dass bis zum Jahr 2030 30 Prozent reine Elektrofahrzeuge, 40 Prozent Hybride und 30 Prozent reine Verbrenner prognostiziert. »Von daher erwarten wir für die nächsten Jahre keine Revolution, sondern eher eine Evolution. Mit unserem Portfolio sind wir dafür bestens als Partner für unsere Handelskunden und Werkstätten gerüstet«, so Daniel.