Jobkiller Elektromobilität? Porsche 2018 erstmals mit mehr als 30.000 Mitarbeitern

Von wegen Jobkiller Elektromobilität: Der Elektrosportwagen Porsche Taycan gilt als Job-Motor. So konnte das Unternehmen 2018 erstmals mehr als 30.000 Mitarbeiter verzeichnen. Doppeltes Plus: Der Frauenanteil steigt kontinuierlich.
Von wegen Jobkiller Elektromobilität: Der Elektrosportwagen Porsche Taycan gilt als Job-Motor. So konnte das Unternehmen 2018 erstmals mehr als 30.000 Mitarbeiter verzeichnen. Doppeltes Plus: Der Frauenanteil steigt kontinuierlich.

Jobkiller Elektromobilität? Auch mit zunehmender Elektrifizierung der Modellpalette steigt die Zahl der Beschäftigten bei Porsche weiter: Ende 2018 waren konzernweit 32.325 Mitarbeiter beschäftigt. Das sind 2.548 mehr als im Vorjahr – ein Plus von 8,5 Prozent.

Der positive Trend des vergangenen Jahres setzt sich fort: Alleine für den Bau des Taycan und seines Derivats Taycan Cross Turismo, die beiden ersten Elektro-Sportwagen aus Zuffenhausen, sucht das Unternehmen in den kommenden Monaten über 1.000 Fachkräfte. Insgesamt entstehen rund um den Taycan 1.500 neue Arbeitsplätze. 160.000 Bewerbungen und eine Fluktuationsquote von 0,7 Prozent in 2018 dokumentieren die Attraktivität des Arbeitgebers Porsche.

Seit 2012 hat der Sportwagenhersteller seine Belegschaft nahezu verdoppelt. Inzwischen zählen mehr als 50 Prozent der Porscheaner zur Generation Y geboren zwischen 1980 und 1995 oder zu noch jüngeren Jahrgängen. Ein wesentliches strategisches Ziel war und ist es, den Frauenanteil zu steigern. Waren es 2012 noch zwölf Prozent, so sind es heute rund 16 Prozent. »Die Anzahl der Frauen in Führungspositionen hat sich in dieser Zeit verdreifacht und die gesamte Entwicklung zeigt, dass wir auch für Frauen ein sehr interessanter Arbeitgeber sind und die richtige Strategie in unserer Personalentwicklung verfolgen«, erklärt Andreas Haffner, Vorstand für Personal- und Sozialwesen bei Porsche.

Die Strategie setzt auf Chancengleichheit: In allen Vorstandsressorts gibt es in der Zielvereinbarung der Führungskräfte verankerte Messgrößen zur Beförderung von Frauen. Die Vorgaben ergeben sich jeweils aus dem prozentualen Anteil an Frauen im oberen Tarifbereich. Damit ist eine faire Beförderungspolitik für Frauen und Männer gesichert. Haffner: »Um noch mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, müssen wir also konsequent die Pipeline füllen.« Das beginnt bei der Ausbildung. Hier wurde beispielsweise der Anteil an weiblichen Auszubildenden in der technisch-gewerblichen Ausbildung in den vergangenen Jahren von sechs auf fast 30 Prozent gesteigert. Und es setzt sich fort bei der gezielten Anwerbung von weiblichen Fachkräften. Immerhin 21 Prozent der neuen Stellen im Jahr 2018 konnten mit Frauen besetzt werden. Die gezielte Erhöhung des Frauenanteils in der Gesamtbelegschaft bringt den erwünschten Langzeiteffekt. So sind in der Beförderungsrunde der Führungsebenen im vergangenen Jahr bereits 21 Prozent Frauen zum Zug gekommen. 2012 waren es noch 5,5 Prozent.