Audi Nummer 1 bei Patentanmeldungen für Elektroantriebe

Modell der E-Maschine des Audi Q7 e-tron quattro mit den Komponenten Gehäuse, Strator und Rotor.
Modell der E-Maschine des Audi Q7 e-tron quattro mit den Komponenten Gehäuse, Strator und Rotor.

Audi ist stolz auf seine starke Innovationskraft, die sich in der Zahl der Patentanmeldungen zeigt. 2019 waren es über 1200 Patentanmeldungen, also mehr als drei an jedem Tag des Jahres.

Im Laufe der Zeit haben sich die Themen und der Fokus der Patente verändert, auch in Abhängigkeit vom Wandel im gesellschaftlichen Bewusstsein. In früheren Jahren waren hauptsächlich Ideen und Erfindungen aus den Bereichen Fahrwerk, klassische Motortechnologie und Getriebe die Schwerpunkte. Aktuell stehen Digitalisierung und Elektromobilität ganz oben. Insgesamt hält das Unternehmen derzeit weltweit rund 13.000 Patentfamilien. Das entspricht etwa 23.000 Einzelpatenten und Patentanmeldungen. Für die aufwendigen Prozeduren zur Patentanmeldung beschäftigt Audi eigens spezialisierte Patentanwälte.
 

Führend bei Patentanmeldungen für Elektroantriebe

Während viele Wettbewerber E-Antriebstechnologie zukaufen, entwickelt Audi diese an vielen Stellen selbst. Deshalb ist Audi in Deutschland führend bei der Zahl der Patentanmeldungen für Elektroantriebe. Laut einer Auswertung des Deutschen Patent- und Markenamtes und des Europäischen Patentamtes wurden 2019 insgesamt 660 Patentanmeldungen mit Wirkung allein für Deutschland angemeldet – nur für Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Im Vergleich zum Jahr 2017 entspricht das einer Steigerung von 42 Prozent. Audi belegte dabei mit 57 Patentanmeldungen für die Plug-in-Hybride und die Modelle des vollelektrischen Audi e-tron den ersten Platz. »Das ist ‚Vorsprung durch Technik‘ und zeigt den großen Innovationsgeist unserer Entwickler«, kommentiert Roman Straßer, Leitung Entwicklung Leistungselektronik und Ladesysteme.

Aktuelle Beispiele für Patentanmeldungen

Zwei Audi-Ingenieure haben ein neues Verfahren zum Betreiben der Elektromaschinen des Audi e-tron erfunden. Ihre Funktion zur prädiktiven – also vorausschauenden – Bestromung der E-Maschinen über eine intelligente und innovative Leistungselektronik steigert die Fahrdynamik. Gleichzeitig minimiert sie den Strombedarf, indem sie die gewünschten Fahrbefehle »mitdenkt« und vorausahnend einleitet.
Audi-Patente finden sich auch im Bereich der Fluidmechanik, also in der Nutzung des physikalischen Strömungsverhaltens von Flüssigkeiten, beispielsweise zur effizienten Kühlung des Rotors in einem Elektromotor. Traditionell wird die Wärme von außen abgeführt. Audi macht dies zusätzlich über ein Kühlmedium und intelligente Kühlkanäle direkt im Rotorkern – also von innen heraus. Die komplexen technischen Anforderungen beim Zusammenbau der einzelnen Rotorbleche führen im Ergebnis zu einer besonders wirksamen Rotorkühlung.
Ein weiteres Beispiel ist ein Patent, das eine Abfederung hektischer Fahrpedalbetätigungen ermöglicht. Damit können Lastwechsel von Zug- in Schubbetrieb vermieden werden. Dies geschieht über eine aufwendige Fahrverhaltensfilterung. Diese berücksichtigt und optimiert alle Parameter vom Fahrerwunsch bis zur aktuellen Drehmomentverteilung an den beiden Achsen und allen vier Rädern.