Projekt OmniSteer kurz vor Abschluss Neue Lenksysteme für den urbanen Einsatz

Im Projekt OmniSteer erforschen Schaeffler, Paravan, Hella Aglaia, das FZI und das KIT neuartige Lenksysteme für E-Mobilität. Gemeinsam mit Teammitgliedern der Projektpartner präsentierten Schaeffler-Mitarbeiter ihre Konzepte und Prototypen: Projektleiter Dr. Paul Haiduk (Schaeffler) mit den Teammitgliedern Madeleine Höschle (Schaeffler-Paravan), Mario Kütt (Paravan), Jin Li (Schaeffler), Dominik Nees (Schaeffler), Sebastian Buchwald (Schaeffler) und Philipp Kautzmann (Schaeffler) (v.l.n.r.).
Im Projekt OmniSteer erforschen Schaeffler, Paravan, Hella Aglaia, das FZI und das KIT neuartige Lenksysteme für E-Mobilität. Gemeinsam mit Teammitgliedern der Projektpartner präsentierten Schaeffler-Mitarbeiter ihre Konzepte und Prototypen: Projektleiter Dr. Paul Haiduk (Schaeffler) mit den Teammitgliedern Madeleine Höschle (Schaeffler-Paravan), Mario Kütt (Paravan), Jin Li (Schaeffler), Dominik Nees (Schaeffler), Sebastian Buchwald (Schaeffler) und Philipp Kautzmann (Schaeffler) (v.l.n.r.).

Im Zuge der Elektrifizierung und Automatisierung von Fahrzeugen hat Schaeffler gemeinsam mit Hella Aglaia, Paravan, dem FZI und dem KIT Konzepte und Prototypen für neue Lenksysteme für den urbanen Einsatz entwickelt. Nach drei Jahren Laufzeit steht das Verbundprojekt OmniSteer vor seinem Abschluss.

Omni steht dabei für orthogonale und mehrdirektionale Fahrmanöver sowie nichtlineare Lenkvorgänge. Dahinter verbirgt sich Folgendes: In Kombination mit dem Antriebsmodul »Schaeffler Intelligent Corner Module« und den neuartigen Radaufhängungen, die größere Lenkeinschläge erlauben, wurden funktional sichere mechatronische Längs- und Querführungssysteme (Abstands- und Spurassistenten) entwickelt, die künftig eine höhere Manövrierfähigkeit von Fahrzeugen ermöglichen.

Schaeffler bietet hierfür mit seinem elektrischen Radnabenantrieb E-Wheel Drive eine optimale Lösung. »Voraussetzung für OmniSteer sind zunächst die Elektrifizierung des Antriebsstrangs und in einem nächsten Schritt die damit verbundene Integration der Antriebe in die Räder gewesen«, erläutert Projektleiter Dr. Paul Haiduk von Schaeffler. Der kompakte Antrieb ermöglicht ganz neue Anwendungsgebiete in der urbanen Mobilität.

Stichwort Parken: »Der große Vorteil eines Radlenkwinkels von plus/minus 90 Grad und einzeln steuerbarer Räder ist der mögliche Übergang von beispielsweise einer Geradeausfahrt in ein seitliches Einparkmanöver ohne Zwischenstopp«, so Haiduk. Situativ kann zwischen Vorderrad-, Hinterrad- und Allradlenkung gewechselt werden. Auch ein Wenden auf der Stelle ist möglich.

Mit 1,9 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, wurde OmniSteer die vergangenen drei Jahre innerhalb der Forschungskooperation Schaeffler Hub for Automotive Research in E-Mobility (SHARE) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vorangetrieben. Ein Konsortium aus mehreren Teilnehmern arbeitete an dem Projekt. Dazu gehören neben Schaeffler die Unternehmen Paravan  und Hella Aglaia Mobile Vision sowie das Forschungszentrum Informatik und das Institut für Fahrzeugsystemtechnik am KIT.