Abschluss der Ridesharing-Testphase MOIA nimmt öffentlichen Betrieb in Hannover auf

Der Ridesharing-Anbieter MOIA ist aktuell mit 35 Fahrzeugen im Geschäftsgebiet von Hannover tätig – zu erkennen an der Aufschrift.
Der Ridesharing-Anbieter MOIA ist aktuell mit 35 Fahrzeugen im Geschäftsgebiet von Hannover tätig – zu erkennen an der Aufschrift.

Nach 300 Tagen und mehr als 230.000 Testfahrten startet MOIA in Hannover den regulären Ridesharing-Betrieb. Aktuell bieten 140 Fahrer in 35 Fahrzeugen und ein intelligenter Algorithmus auf rund 90 Quadratkilometern ein neues Mobilitätserlebnis.

Die Volkswagen-Tochter MOIA möchte ein Bindeglied zwischen individueller Mobilität und dem öffentlichen Nahverkehr werden und sich in den Verkehrsmix der Städte einfügen. Die Stadt Hannover erteilte die Betriebsgenehmigung für zunächst bis zu 150 Fahrzeuge – die Ridesharing-Flotte wird daher sukzessive ausgeweitet.

Eine unabhängige Begleitforschung untersucht fortlaufend die Auswirkungen des Mobilitätangebots auf die öffentlichen Verkehrsinteressen. Bei positiven Ergebnissen kann die Flotte ab Sommer 2020 auf bis zu 250 Fahrzeuge erweitert werden.

Das rund 90 km2 umfassende Geschäftsgebiet der Testphase wird um die Gebiete Waldheim, Stöcken und den Maschsee erweitert. Zusätzliche Bereiche sollen schrittweise hinzukommen.

Neben den bereits 3.500 aktiven Testnutzern können nun weitere rund 15.000 Nutzer den Ridesharing-Dienst verwenden. Dabei handelt es sich um Interessenten, die sich bereits für den Testbetrieb beworben hatten, aber nicht berücksichtigt werden konnten. Mit wachsender Flottengröße soll ab Ende 2018 MOIA allen Hannoveranern zur Verfügung stehen.

Die für die Anmeldung erforderliche MOIA-App steht sowohl im Google Playstore als auch im App-Store von Apple zum kostenlosen Download bereit. Registrierte Kunden werden automatisch benachrichtigt, sobald sie Fahrtbuchungen vornehmen können.

Mit Abschluss der Testphase wird für Fahrten mit dem Anbieter nun ein regulärer Fahrpreis fällig, der sich nach der Entfernung sowie dem Wochentag und der Uhrzeit richtet. Der Fahrpreis, der zwischen dem Preis des öffentlichen Nahverkehrs und dem eines Taxis liegt, wird immer vor Abschluss der Buchung angezeigt. Die Kunden können dann entscheiden, ob sie die Fahrt zum angezeigten Preis buchen möchten oder nicht – der angezeigte Fahrpreis verändert sich nach Fahrtantritt nicht.

MOIA plant, dass die Flotte bis Ende 2020 zu mindestens 50 Prozent aus E-Fahrzeugen besteht – bis 2022 sollen es dann 100 Prozent sein.