Elektromobilität Maserati und Ferrari tüfteln an Voll-Stromern

Die beiden Luxus-Sportwagenhersteller Maserati und Ferrari aus dem Fia Chrysler-Konzern setzen jetzt auch auf Elektroantriebe.
Die beiden Luxus-Sportwagenhersteller Maserati und Ferrari aus dem Fiat Chrysler-Konzern setzen in Zukunft auch auf Elektroantriebe.

Auch bei Luxus-Sportwagen sind elektrische Antriebe auf dem Vormarsch. Während Maserati schon die ersten Voll-Stromer zum Testen und vor allem Tönen auf die Straße schickt, läßt sich Ferrari deutlich mehr Zeit, arbeitet dafür wohl an einer neuartigen Antriebsart für hohen Fahrspaß.

Elektro-Maserati: Musik unter der Haube

Maserati hat nach eigenen Angaben damit begonnen, seinen ersten 100 Prozent vollelektrischen Antriebsstrang zu testen und die ersten Versuchsfahrzeuge auf die Straße gebracht. Der Antrieb wurde in Maseratis Innovationlabor in Modena entwickelt und soll die Elektrifizierung der Produktpallette des italiensichen Luxus-Herstellers aus dem Fiat Chrysler-Konzern vorantreiben. Der Maserati GranTurismo und das GranCabrio sollen als erste Elektroautos des Luxusherstellers auf den Markt kommen.

Der Antrieb wird unter realen Bedingungen im Alltagsverkehr und auf der Rennstrecke getestet. Die daraus gewonnenen Daten fließen direkt in die Entwicklung und Definition der neuen Elektroantriebsstränge ein, welche dann in allen zukünftigen Maserati-Modellen eingesetzt werden. Besonderes Augenmerk legt der italienische Sportwagenhersteller auf den Klang seiner Elektromotoren. Nach Angaben des Unternehmens soll das charakteritische Blubbern als unverwechselbares Merkmal der traditionellen Verbrennungsmotoren auch auf die neuen Stromer übertragen werden.

Ferrari entwickelt neuartigen Elektroantrieb

Noch im Dezember hatte Ferrari-Chef Louis Camilleri die Erwartungen für einen vollelektrischen Flitzer aus seinem Hause gedämpft, nicht vor 2025 soll ein vollektrischer Ferrari zu haben sein. Camilleri betonte damals, dass verschiedene Technologien gestestet werden, um den effizientesten und effektivsten Antrieb zu finden. Jetzt hat das Unternehmen beim Europäischen Patentamt ein Patent für ein "motor vehicle comprising an electric axle" eingereicht, laut Medienberichten soll jedes Rad einen eigenen Antrieb bekommen.

Das Patent beschreibt demzufolge "ein elektrisch angetriebenes Straßenfahrzeug mit vier Antreibsrädern und vier umkehrbaren elektrischen Motoren, von denen jeder mechanisch völlig unabhängig ist und eine eigene Welle hat, die direkt mit dem entsprechenden Antriebsrad verbunden ist". Mit diesem Ansatz könnten die Elektro-Ferraris ihre Kraft jeweils gezielt an das Rad senden, welches sie benötigt. Ferrari verspricht sich davon eine hohe Fahrdynamik.

Zusätzlich läßt das Patent den Schluss, dass die eingereichte Konstruktiuon auch für einen Hybridantrieb genutzt werden kann, da das Patent auf einen Bereich zwischen der elektrischen Achse und dem Fahrzeuginnenraum verweist, in dem "ein Batteriesatz oder ein Verbrennungsmotor vorteilhaft untergebracht werden kann". Vielversprechend ist zudem, dass Ferrari wohl einen elektrischen Zweisitzer plant  – außergewöhnliche schöne Stromer sind bisher selten. Doch das hat dann wohl auch seinen Preis.