Energiespeicher für Elektroautos Lithium-Schwefel-Batterien verdreifachen Reichweite

Elektrischer Fahrspaß beispielsweise mit dem BMW i3 ist momentan ein teures Vergnügen. Neue Batterietechnologie könnten das in Zukunft ändern.
Elektrischer Fahrspaß beispielsweise mit dem BMW i3 ist momentan ein teures Vergnügen. Eine neue Batterietechnologie könnten das in Zukunft ändern.

Ein hoher Anschaffungspreis bremst die Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen nach wie vor aus. Der Einsatz von kosteneffizienten Lithium-Schwefel-Batterien könnte E-Autos attraktiver für den Massenmarkt machen.

Lithium-Schwefel-Batterien werden für den Bereich Elektromobilität und die Automobilindustrie immer wichtiger, denn sie verdreifachen die Reichweite von Elektrofahrzeugen. Im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Batterien sind sie zudem preiswerter. Lithium-Schwefel-Batterien könnten bislang preisintensive E-Autos attraktiv für den Massenmarkt machen. Innovationen im Aufbau von Nanomaterial sowie die Entwicklung neuer Akkumulatorsäuren könnten das Potenzial der umweltfreundlichen Vehikel forcieren.

Das Forscherteam der Faculty of Science an der University of Waterloo hat es sich auf die Fahne geschrieben, neue Perspektiven für Elektromobilität zu entwickeln und ist für seine Arbeit rund um das Thema Lithium-Schwefel-Batterien bekannt. Der Univeristät gelang es mithilfe von Mangan-Dioxid-Nanosheets, eine leistungsstarke Sulfur-Kathode herzustellen. Nicht nur die Branche der elektronischen Autos sieht ein großes Zukunftspotenzial in dem neuen Technologie-Vorstoß. Auch für Batterien in Mobilgeräten prognostizieren die Forscher langfristig erhebliche Innovations-Chancen.

 

Das Forscherteam der Faculty of Science an der University of Waterloo https://uwaterloo.ca wird auf dem kommenden AAAS-Treffen http://aaas.org neue Perspektiven für die Branche präsentieren. Die Forscher um Professorin Linda Nazar sind in Fachkreisen bereits bekannt für ihre Expertise mit Lithium-Sulfur-Batterien. Die einst als "unmöglich zu gebrauchen" abgestempelten Zellen werden mittlerweile als vielversprechend gewertet.

Den Forschern der University of Waterloo ist es erstmals mithilfe sogenannter Mangan-Dioxid-Nanosheets gelungen, eine High-Perfomance-Sulfur-Kathode herzustellen. Nicht nur die Branche der elektronischen Autos sieht ein großes Zukunftspotenzial in dem neuen Technologie-Vorstoß. Auch für Batterien in Mobilgeräten prognostizieren die Forscher langfristig erhebliche Innovations-Chancen.