Fertigung des Model Y in Brandenburg Kaufvertrag für Tesla-Gelände könnte bis Jahresende stehen

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin. Links ist die Autobahn 10 (Berliner Ring) zu sehen. In dem riesigen Waldgebiet rechts der Autobahn plant Tesla den Bau einer Gigafactory.
Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide östlich von Berlin. Links ist die Autobahn 10 (Berliner Ring) zu sehen. In dem riesigen Waldgebiet rechts der Autobahn plant Tesla den Bau einer Gigafactory.

Tesla will auf einem 300 Hektar großen Gelände ab 2021 das Kompakt-SUV Model Y fertigen. Der Kaufvertrag für das Gelände der geplanten Fabrik vom Elektro-Autobauer in Grünheide (Oder-Spree) könnte bereits bis zum Jahresende stehen.

Der Kaufvertrag für das Gelände der geplanten Fabrik vom Elektro-Autobauer Tesla in Grünheide (Oder-Spree) könnte bereits bis zum Jahresende stehen. Dazu könnte eine Sondersitzung des Finanzausschusses im Landtag in der Woche vor Weihnachten notwendig werden, erklärte Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange am 05.12.19. Als mögliche Termine für die Sondersitzung wurden der 17. oder der 18. Dezember genannt.

Das US-Unternehmen will auf einem 300 Hektar großen Gelände ab 2021 das Kompakt-SUV Model Y fertigen. Da das Gelände Landeseigentum sei, müsse der Ausschuss dem Verkauf zustimmen, sagte Lange. Für das Areal liege ein rechtsgültiger Bebauungsplan vor. Dies könne weitere Verfahren inhaltlich und zeitlich vereinfachen, hatte es von der Landesregierung geheißen. Für das immissionsschutzrechtliche Verfahren müsse Tesla prüffähige Unterlagen beim zuständigen Landesamt für Umwelt einreichen.

Den Angaben der Staatskanzlei zufolge sollen die Bauarbeiten nahe der Autobahn 10 im ersten Halbjahr 2020 beginnen. Bislang war das erste Quartal im Gespräch gewesen.

Die Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg (IHK) steht bereits in den Startlöchern. »Wir haben innerhalb der IHK eine eigene Arbeitsgruppe gegründet, in der wir Informationen sammeln«, sagte Hauptgeschäftsführer Gundolf Schülke der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe schon zahlreiche Anfragen von verschiedenen Unternehmen, die Kontakt mit Tesla haben wollten. »Das müssen wir kanalisieren.« Noch sei allerdings unklar, welche genauen Anforderungen Tesla an die Region habe, sagte Schülke.

Tesla will nach Angaben der Staatskanzlei eine einstellige Milliardensumme investieren. Wie der Landkreis unter Berufung auf Zahlen von Tesla mitteilte, sollen stufenweise bis zu 8.000 Arbeitsplätze entstehen. In der ersten Stufe geht Tesla von 3.000 Mitarbeitern aus, 150.000 Fahrzeuge sollen jährlich vom Band rollen.