MobiliTec Infrastrukturlösungen für Elektromobilität

Die MobiliTec versteht sich als internationale Leitmesse für hybride und elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien.
Die MobiliTec versteht sich als internationale Leitmesse für hybride und elektrische Antriebstechnologien, mobile Energiespeicher und alternative Mobilitätstechnologien.

Die technischen Herausforderungen für eine problemlose Verbindung zwischen Elektroautos und den unterschiedlichen Lade- und Steckersystemen sind komplex. Lösungen gibt es auf der MobiliTec vom 13. bis 17. April 2015 in Hannover zu sehen.

Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft sind in Deutschland mittlerweile rund 4800 öffentlich zugängliche Ladepunkte mit Wechselstrom und 1000 Schnellladestationen installiert worden. Doch noch sind einige Herausforderungen zu bewältigen. So erfordert etwa der ganze Bereich rund um die Abrechnung des getankten Stroms integrale Lösungsansätze. Überdies bedarf es dafür kluger Kommunikationstechnologien, die den Fahrern von Elektroautos ausreichend Informationen bereitstellen, wo welche Ladestationen zu welchen Konditionen zur Verfügung stehen. Zu all diesen Themenbereichen wollen die auf der MobiliTec ausstellenden Unternehmen technische Antworten geben und Lösungen zeigen.

So stellen beispielsweise die Unternehmen Mennekes Elektrotechnik und Phoenix Contact Steckersysteme vor, mit denen ein problemloses Laden möglich ist. Dabei präsentiert Phoenix Contact das Combined Charging System (CCS), ein kombiniertes AC/DC-Stecksystem, das das Laden sowohl von Gleich- als auch von Wechselstrom zugleich ermöglicht. Durch das universelle Steckgesicht des Fahrzeug-Inlets ist nur eine einzige Ladebuchse für das Laden mit AC und DC notwendig. Beide Fahrzeug-Ladestecker können in das CCS-Fahrzeug-Inlet gesteckt werden.

Auch das baden-württembergische Elektrounternehmen Heldele engagiert sich in der Elektromobilität. Es fertigt drei Typen von Ladestationen, die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kunden, ob nun privat, öffentlich oder privatwirtschaftlich, abgestimmt sind. Das Unternehmen verkauft nicht nur Ladesäulen, sondern übernimmt auch die Installation und anschließende Wartung der Stromtankstellen.

Die Elektromobilität erfordert ein gänzlich neues Denken von Fortbewegung. Das gilt auch für die Infrastruktur, bei der, wie in Berlin schon praktiziert, unter anderem Straßenlaternen als Stromtankstelle flächendeckend genutzt werden. Realisiert wurde diese Ladefunktion an der Straßenlaterne vom Startup-Unternehmen Ebee Smart Technologies, das auch auf der MobiliTec anzutreffen ist. Das Aufrüsten von Straßenlaternen ist Platz sparend und kostengünstig. Laterne und Ladepunkt teilen sich eine elektrische Zuleitung, für die Installation des Ladepunktes muss also nicht extra ein Stromanschluss gelegt werden. Außerdem nimmt der Ladepunkt kaum zusätzlichen Raum auf dem Gehweg ein.