Hersteller in der Formel-E-Meisterschaft FIA bestätigt Aufnahme von Porsche in die Formel E

Die Formel-E-Organisation präsentierte Anfang März 2018 in Genf den »Gen2«-Rennwagen, dessen Batterien die doppelte Reichweite als die Vorgängergeneration ermöglichen.
Die Formel-E-Organisation präsentierte Anfang März 2018 in Genf den »Gen2«-Rennwagen, dessen Batterien die doppelte Reichweite als die Vorgängergeneration ermöglichen.

Die Fédération Internationale de l'Automobile (FIA) hat die Bewerbung von Porsche um einen Platz als Hersteller in der Formel-E-Meisterschaft akzeptiert. Das Werksteam in Weissach kann damit die Entwicklung des elektrischen Antriebsstrangs fortsetzen – die Homologation erfolgt im kommenden Jahr.

Ende Juli 2017 gab Porsche bekannt, ab Ende 2019 zur sechsten Saison der Rennserie antreten zu wollen. Die FIA hat die Bewerbung des Automobilherstellers nun angenommen.

Die Formel E stellt das Fahrzeug-Chassis und die Einheitsbatterie. Sämtliche Antriebskomponenten sind Eigenentwicklungen – Elektromotor, Umrichter, Brake-by-Wire-System, Getriebe, Differenzial, Antriebswellen, die tragende Struktur und Fahrwerksteile an der Hinterachse sowie Kühlsystem und Steuergerät. Die Energieeffizienz des Antriebsstrangs spielt daher eine entscheidende Rolle im Wettbewerb mit zahlreichen Automobilherstellern und besitzt hohe Relevanz für die Entwicklung von elektrischen Serienfahrzeugen.

»Die Möglichkeiten und die Performance elektrischer Antriebe sind nicht erst seit gestern ein zentrales Thema bei Porsche«, erklärt Andreas Seidl, der für die technische Entwicklung und den Einsatz verantwortlich zeichnet. »Je tiefer die Ingenieure in das Thema vordringen, desto faszinierender werden die Lösungen. Wir können es kaum abwarten, Anfang 2019 unser erstes Fahrzeug zu erhalten und unseren eigenen Antriebsstrang darin zu testen. Der von der Formel-E-Organisation Anfang März in Genf vorgestellte Gen2-Rennwagen ist sehr gelungen.«

»Die FIA und Alejandro Agag haben in den vergangenen Jahren fantastische Arbeit geleistet«, sagt Fritz Enzinger, der bei Porsche als Hauptabteilungsleiter dem Formel-E-Programm übergeordnet ist. »Dank dieser Entwicklung werden wir uns mit vielen großen Automobilherstellern auf der Rennstrecke messen können.«

Porsches Einstieg in die Formel E erfolgt zeitgleich mit der Markteinführung der Serienversion der Konzeptstudie Mission E.