Ladesäulen am Straßenrand Erste »Laternen-TankE« von RheinEnergie in Köln

»Laternen-TankE« im Praxistest auf der Klimastraße in Köln.
»Laternen-TankE« im Praxistest auf der Klimastraße in Köln.

RheinEnergie hat auf der Neusser Straße, Stadtteil Nippes in Köln, die ersten Ladesäulen an Straßenlaternen in Betrieb genommen. Dadurch können so genannte Laternenparker – Autofahrer die ihr Kraftfahrzeug an der Straße parken – ihr E-Fahrzeug mit Strom versorgen.

Die Klimastraße in Köln-Nippes, ein Teilstück der Neusser Straße, ist das praktische Versuchsfeld von »SmartCity Cologne«, einer Initiative von RheinEnergie und der Stadt Köln. Dort präsentieren und erproben die Projektpartner, wie durch Technikeinsatz die Umwelt geschützt und urbanes Leben vereinfacht werden kann.

Nun hat der Energieversorger die ersten drei Ladestationen für E-Fahrzeuge an Straßenlaternen installiert – finanziert im Rahmen des EU-Projekts »GrowSmarter«. Die Ladeleistung von jeweils 11 kW ist ausreichend, um auch große Fahrzeugbatterien über Nacht vollständig zu laden.

Mit den »Laternen-TankEn« baut RheinEnergie die Ladeinfrastruktur weiter aus, die derzeit aus 230 Ladepunkten an 130 Ladestationen besteht – meist öffentlich zugänglich. »Gerade in Ballungsräumen mit vergleichsweise wenig privaten Garagen ist es nötig, dort Lademöglichkeiten zu schaffen, wo Anwohner ihre Fahrzeuge über Nacht abstellen«, sagt RheinEnergie-Vorstand Achim Südmeier. Die Ladesäulen werden zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgt. Laternen im öffentlichen Raum stellen nach Ansicht des Unternehmens eine interessante Montageoption dar, die nun in der Praxis getestet wird.

TankE-Netzwerk

Auf Initiative der RheinEnergie haben sich zwölf nordrhein-westfälische Stadtwerke zum TankE-Netzwerk zusammengeschlossen, um den Fahrern von Elektromobilen einheitliche Lade- und Abrechnungsmöglichkeiten zu bieten und die Ladeinfrastruktur auszubauen. Derzeit sind rund 3000 Nutzer im TankE-Netzwerk registriert – Tendenz weiter steigend.

Die Netzwerk-Partner wollen zudem einen einheitlichen Abrechnungsstandard etablieren, der mit anderen Systemen kompatibel ist. Das Netzwerk setzt die »TankE-App« sowie die Software der Firma »chargecloud« ein, mit der sich die Ladeinfrastruktur vernetzen, betreiben, überwachen und analysieren lässt und auch Ladevorgänge abgerechnet werden können.