Transformations-Hub Elektromobilität Elektromobilität in Unternehmensprozesse einbinden

Kompetenzen im hochpräzisen Maschinenbau braucht es etwa bei den Drahtwicklungen des Stators eines Elektromotors. Eine Anlaufstelle am KIT hilft jetzt spezialisierten Maschinenbauunternehmen, Kompetenzen rund um den Verbrennungsmotor in der Herstellung von Elektrofahrzeugen einzusetzen.
Kompetenzen im hochpräzisen Maschinenbau braucht es etwa bei den Drahtwicklungen des Stators eines Elektromotors. Eine Anlaufstelle am KIT hilft jetzt spezialisierten Maschinenbauunternehmen, Kompetenzen rund um den Verbrennungsmotor in der Herstellung von Elektrofahrzeugen einzusetzen.

Der Trend geht vom Verbrennungsmotor zum Elektrofahrzeug. Doch insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen gestaltet sich eine strategische Neuausrichtung vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität schwierig. Der Transformations-Hub Elektromobilität am KIT soll den Unternehmen hierbei helfen.

»Das Rahmenprojekt Fit4E im Transformations-Hub Elektromobilität hilft Firmen, die eigenen Stärken und Kompetenzen des Unternehmens zu identifizieren«, erklärt Professor Jürgen Fleischer vom wbk Institut für Produktionstechnik des KIT. »Zusammen finden wir dann die Schnittmenge zur elektromobilen Technik und den Use Case zum Einstieg in die neuen Prozessketten

Der Transformations-Hub startet konkret mit dem Rahmenprojekt Fit4E und zwei Leuchtturmprojekten, die auf zwei Jahre angelegt sind. Mit der kommenden Einrichtung der Karlsruher Forschungsfabrik wird der Hub mit dieser verknüpft. Fit4E richtet sich direkt an die Maschinen- und Anlagenbauer des Landes. Diese sind in der Regel führend in ihrem Prozessschritt, aber ausschließlich in der Prozesskette Verbrennungsmotor. In Schulungen am Hub erarbeiten die Firmen gemeinsam mit dem KIT, wie sie Fähigkeiten und Kompetenzen auch in der Produktionskette eines elektromobilen Antriebsstrangs nutzen könnten.

Das Leuchtturmprojekt AgiloBat soll eine modulare Fertigungsanlage von Batteriezellen im Maßstab eines Technikums aufbauen, das flexibel auf Änderungen von Stückzahlen und Formaten reagiert. Die kleinste modulare Einheit, der Smart Battery Maker, ist ein Produktionsroboter für Prozessschritte wie »Beschichten und Trocknen« oder »Vereinzeln und Stapeln« und verzichtet dabei auf die Notwendigkeit, aufwendige Infrastrukturen wie große Trockenräume zu betreiben. Mit Kompetenzen im hochpräzisen Maschinenbau sind KMU für die Prozesse oft besser gerüstet als sie vermuten. In diesem Projekt arbeiten drei Arbeitsgruppen des KIT – von den Instituten für Thermische Verfahrenstechnik (Arbeitsgruppe Thin Film Technology) und für Angewandte Materialien (Teilinstitut Energiespeichersysteme) sowie dem wbk – und eine Gruppe des Fraunhofer ICT zusammen.

Das Leuchtturmprojekt Ausbildungsfabrik Statorfertigung richtet sich in Zusammenarbeit mit den einschlägigen Schulen in Karlsruhe an Auszubildende. Am Beispiel der Fertigung von Hairpins für Statoren – speziellen Drahtwicklungen für Elektromotoren – entsteht ein Schulungs- und Lehrkonzept. Es orientiert sich an vorhandenen Prozessmodulen des Projektes AnStaHa, das die serien- und typenflexible Fertigung von Elektromotoren erforscht. In der Ausbildungsfabrik sollen die Auszubildenden praktisch und spielerisch die Kompetenzen zur Fertigung eines Elektroantriebes kennenlernen, was bei ihrem Ausbildungsbetrieb nicht immer möglich ist.