Ruhr-Universität Bochum Elektrokleinwagen rentieren sich mit Kaufprämie

Die Kaufprämie für Stromer lohnt sich insbesondere bei einem Kleinswagen, wie dem Mitsubishi i-MiEV.
Die Kaufprämie für Stromer lohnt sich insbesondere bei einem Kleinswagen, wie dem Mitsubishi i-MiEV.

Mit der Kaufprämie von 4.000 Euro für reine Elektroautos macht sich die Anschaffung von Kleinfahrzeugen schneller bezahlt: Diese amortisieren sich mitunter auch bei geringer Nutzung schon nach dreieinhalb Jahren. Das ist das Ergebnis einer Auswertung durch die Ruhr-Universität Bochum.

Elektroautos fahren günstiger als Autos mit Verbrennungsmotor, weil sie geringere Wartungskosten verursachen und Strom weniger kostet als Benzin oder Diesel. In der Anschaffung sind sie allerdings deutlich teurer, was unter anderem ein Grund dafür war, dass sich viele Interessenten gegen einen Stromer entschieden haben. Mit der Kaufprämie soll sich das nun ändern. Das Institut für Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik der  wollten wissen, wie sich die Prämie auf die Amortisationszeit eines E-Autos auswirkt. Sie werteten aktuelle Fahrzeugpreise und die Daten ihrer Studie zur Alltagstauglichkeit von Elektroautos unter diesem Aspekt neu aus.

“Batteriegetriebene Kleinwagen sind selbst bei geringerer Nutzung von rund 7000 km pro Jahr schon ohne Prämie über das gesamte Fahrzeugleben günstiger als Kleinwagen mit Verbrennungsmotor“, erklärt Philipp Spichartz, Forscher am Institut für Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik der Ruhr-Universität Bochum. „Mit der Prämie amortisiert sich der Kauf schon nach höchstens 3,3 Jahren.“

Komplizierter ist die Entscheidung für ein Elektroauto der unteren Mittelklasse: Die Auswahl ist größer und die Preisunterschiede zu entsprechenden Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor variieren stark. Daher errechneten die Forscher auch Amortisationszeiten zwischen zwei Jahren und unrealistischen 30 Jahren. Hier loht sich nach Angaben der Universität für Vielfahrer der Vergleich mit dem Dieselfahrzeug.