Forschungsprojekt komDrive Elektrofahrzeuge in den städtischen Wirtschaftsverkehr integrieren

Wulf-Holger Arndt; Norman Döge; Flavio Gromann; Stefanie Marker; Jochen Linßen; Clemens Günther; Daniel Dreyhaupt; Wilfried Hennings (von links nach rechts).
Das "komDrive"-Projekt-Team: Wulf-Holger Arndt; Norman Döge; Flavio Gromann; Stefanie Marker; Jochen Linßen; Clemens Günther; Daniel Dreyhaupt; Wilfried Hennings (von links nach rechts).

Bei Thema Elektro-Mobilität liegt der Fokus in der Regel meistens auf dem Personenverkehr. Doch etwa ein Drittel des städtischen Verkehrs entfällt auf den Wirtschaftsverkehr, zu dem Gütertransport sowie Dienstleistungsfahrten zählen. Das Projekt komDrive befasst sich mit dem Elektrifizierungspotenzial kommerzieller Kraftfahrzeug-Flotten im Wirtschaftsverkehr als dezentrale Energie-Ressource in städtischen Verteilnetzen.

Die Abkürzung "komDrive" steht für „Elektrifizierungspotenzial kommerzieller Kraftfahrzeugflotten im Wirtschaftsverkehr als dezentrale Energieressource in städtischen Verteilnetzen“. Die Forschungen innerhalb des Vorhabens kreisen um die zentrale Frage, ob und wie Elektrofahrzeuge technisch, ökologisch und ökonomisch sinnvoll in den städtischen Wirtschaftsverkehr integriert werden können; für welches Gewerbe es möglich ist, für welches nicht.

Um diese Frage beantworten zu können, wird eine Fahrprofildatenbank erstellt. Sie soll Auskunft geben, welche Fahrzeuge in welchen Branchen im Einsatz sind und wie das ganz spezielle Fahr- und Nutzungsprofil zum Beispiel bei Flotten von Taxiunternehmen, Kurier- und Zustelldiensten oder Handwerksbetrieben aussieht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede die Profile aufweisen.

An dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projekt beteiligen sich die Technische Universität Berlin mit den Instituten ILS-Kfz und SENSE und ihrem Zentrum Technik und Gesellschaft, Bereich Mobilität und Raum, das Forschungszentrum Jülich sowie das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg.Ziele:

  • Erstellung einer Fahrprofildatenbank mit verschiedenen Nutzfahrzeugen vom Zweirad bis zum Verteiler-LKW
  • Ableitung der optimalen Flottenzusammensetzung unter Berücksichtigung des Elektrifizierungsgrades für den spezifischen gewerblichen Anwender
  • Implementierung und Anwendung von Fahrzeug-, Flotten-, Netz- und Batteriemodellen zur ganzheitlichen Beurteilung von (teil-)elektrifizierten Fahrzeugflotten
  • Abschätzung des Potenzials von Netzdienstleistungen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit von elektrifizierten Flotten im städtischen Wirtschaftsverkehr
  • Abschätzung der lokalen ökologischen und verkehrlichen Effekte eines mehrheitlich elektrifizierten städtischen Wirtschaftsverkehrs auf den städtischen Lebensraum und Übertragung auf den gesamten Wirtschaftsverkehr in Deutschland.

 

Zentrum Technik und Gesellschaft, Bereich Mobilität und Raum

    Erstellung einer Fahrprofildatenbank mit verschiedenen Nutzfahrzeugen vom Zweirad bis zum Verteiler-LKW
    Ableitung der optimalen Flottenzusammensetzung unter Berücksichtigung des Elektrifizierungsgrades für den spezifischen gewerblichen Anwender
    Implementierung und Anwendung von Fahrzeug-, Flotten-, Netz- und Batteriemodellen zur ganzheitlichen Beurteilung von (teil-)elektrifizierten Fahrzeugflotten
    Abschätzung des Potenzials von Netzdienstleistungen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit von elektrifizierten Flotten im städtischen Wirtschaftsverkehr
    Abschätzung der lokalen ökologischen und verkehrlichen Effekte eines mehrheitlich elektrifizierten städtischen Wirtschaftsverkehrs auf den städtischen Lebensraum und Übertragung auf den gesamten Wirtschaftsverkehr in Deutschland