Studie zur Produktion von E-Fahrzeugen Deutsche Hersteller setzen auf Heimatstandort

Produktion des Volkswagen E-Golf in der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresden (Sachsen).
Produktion des Volkswagen E-Golf in der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresden (Sachsen).

Beim Ausbau der Elektromobilität setzen die deutschen Autohersteller stark auf Fabriken an ihren Heimstandorten. Das geht aus einer Untersuchung der Beratungsgesellschaft Ernst&Young zum Investitionsverhalten der Autoindustrie hervor, die am Montag in Frankfurt vorgestellt wurde.

Unter den weltweit 16 größten Herstellern seien die drei deutschen Autokonzerne VW, BMW und Daimler besonders aktiv bei Investitionen in die Elektromobilität: Auf sie entfielen in den Jahren 2016/2017 rund 4,7 Milliarden Euro von insgesamt 5,2 Milliarden Euro. Bevorzugtes Investitionsziel sei Deutschland mit einer Summe von 3,2 Milliarden Euro. Größte Einzelinvestition war der Umbau des VW-Standortes Zwickau zu einem reinen E-Mobilitätswerk.

Nach aktuellem Stand werde zwar die Produktion von Batteriezellen nicht im großen Stil in Deutschland stattfinden, teilte EY-Auto-Experte Peter Fuß mit. Es verdichteten sich aber die Zeichen, dass hierzulande ein bedeutender Teil der anschließenden Fertigungsschritte aufgebaut werde.

Der Gesamtwert der beobachteten Investitionen hat der Studie zufolge im vergangenen Jahr auf 27,4 Milliarden Euro zugelegt nach 16,3 Milliarden Euro im Jahr 2016. Die von gesetzlichen Vorgaben getriebene Neuausrichtung auf Elektroantriebe stelle die Konzerne vor erhebliche finanzielle Herausforderungen, bilanzierte die Beratungsgesellschaft. Das Hauptgeschäft werde aber zunächst weiter mit traditionellen Antriebstechnologien gemacht.