Silizium-dominierende Verbundstoffe Daimler und Sila schließen Kooperation zu Li-Ionen-Batterien

Daimler und Sila Nanotechnologies schließen Kooperation und arbeiten an neuen Batteriematerialien.
Daimler und Sila Nanotechnologies schließen Kooperation und arbeiten an neuen Batteriematerialien.

Daimler hat eine Minderheitsbeteiligung an dem US-amerikanischen Batteriematerialspezialisten Sila Nanotechnologies erworben. Das 2011 gegründete Unternehmen nutzt das Potenzial von Silizium, um sichere, skalierbare Batterien mit hoher Energiedichte zu realisieren.

Als integraler und wichtiger Baustein der Daimler-Elektrifizierungsstrategie, werden Kompetenzen zur technologischen Evaluierung von Batteriematerialien und Zellen sowie Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konsequent ausgeweitet. Diese beinhalten die kontinuierliche Optimierung der aktuellen Generation der Li-Ionen Systeme, die Weiterentwicklung der am Weltmarkt zugekauften Zellen und auch die Erforschung der nächsten Generation von sogenannten Post-Lithium-Ionen-Systemen.

Während die Fortschritte traditioneller Li-Ion-Batteriechemie allmählich stagnieren, hat das interdisziplinäre Team von Wissenschaftlern und Ingenieuren von Sila Nano die Entwicklung der nächsten Generation Batteriechemie vorangetrieben und dabei unter Nutzung von Silizium ein sicheres, robustes und großserienreifes Produkt entwickelt. 

»Diese bahnbrechende Chemie stellt heute eine Verbesserung von bis zu 20 Prozent dar und birgt noch weiteres Potenzial im Vergleich zu herkömmlichen Li-Ionen. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Daimler. Wir wollen noch bessere und energiereichere Batterien in ihre Flotte bringen und unsere gemeinsame Vision zur Zukunft von Elektrofahrzeugen für die Menschen Realität werden lassen«, betont Gene Berdichevsky, Mitbegründer und CEO von Sila Nano. 

Das Unternehmen mit Sitz in Alameda, Kalifornien, ersetzt herkömmliche Graphitelektroden vollständig durch seine patentierten, Silizium-dominierenden Verbundstoffe. Diese bieten eine hohe Energiedichte sowie Zyklenfestigkeit und ermöglichen somit die Entwicklung leistungsfähigerer, langstreckentauglicher und langlebiger Energiequellen für Elektrofahrzeuge. Die Materialien lassen sich leicht in bestehende Li-Ion-Produktionsstätten integrieren und ermöglichen einen effizienten Einsatz im Großserienmaßstab.