Deutschlands neue Wasserstoff-Strategie Bund stellt 161 Mio Euro für Brennstoffzellenforschung bereit

Die Brennstoffzelle ist eine Schlüsseltechnologie für umweltfreundliche Mobilität. Deutschland richtet sich mit neuer Strategie danach aus.
Die Brennstoffzelle ist eine Schlüsseltechnologie für umweltfreundliche Mobilität. Deutschland richtet sich mit neuer Strategie danach aus.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat anlässlich des in Berlin stattfindenden H2 Mobility Kongresses des BMVI Deutschlands neue Wasserstoffstrategie vorgestellt und eine Zusammenarbeit mit China vereinbart.

In diesem und in den kommenden zwei Jahren stellt der Bund demnach 161 Millionen Euro für die Forschung und Entwicklung wettbewerbsfähiger Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie bereit. "Wir stehen mit der Elektromobilität und dem automatisierten und vernetzen Fahren vor der größten Mobilitätsrevolution seit der Erfindung des Automobils. Die Brennstoffzelle ist eine Schlüsseltechnologie dieser Entwicklung", erklärt Alexander Dobrindt und ergänzt: "Wir haben deshalb eine Wasserstoffstrategie gestartet - mit drei Säulen: Wir investieren mehr als je zuvor, bauen mit der Industrie eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und fördern gezielt Innovationen. Damit gestaltet Deutschland an der Spitze die antriebswende zur Elektromobilität."

Die Wasserstoffstrategie umfasst unter anderem folgende Kernelemente:

  • Investitionen: Fortsetzung des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) mit dem Ziel, die Kontinuität in Forschung und Entwicklung zu gewährleisten und die Mobilität mit Wasserstoff- und Brennstoffzellen wettbewerbsfähig im Markt zu etablieren. Dafür stellt das BMVI  im Zeitraum von 2016 bis 2018 die genannten 161 Millionen Euro bereit.
  • Kooperationen: Bis 2023 sollen, parallel zum Fahrzeughochlauf, insgesamt bis zu 400 Wasserstofftankstellen in Deutschland verfügbar sein. Mit der Gründung des branchenübergreifenden Unternehmens H2 Mobility Deutschland hat die Industrie die Weichen für den stufenweisen Ausbau des bundesweiten Wasserstoff-Tankstellennetzes gestellt. Dafür sollen 350 Millionen Euro in die Hand genommen werden.
  • Innovationen: Mit einer neuen Förderrichtlinie zur Marktaktivierung sollen Innovationen gefördert werden wie beispielsweise Sonderfahrzeuge in der Logistik, autarke Stromversorgung für kritische oder netzferne Infrastrukturen sowie Anlagen zur Erzeugung strombasierter Kraftstoffe. Die Details der Förderrichtlinie werden derzeit erarbeitet.

Im Rahmen des H2 Mobility Kongresses haben der Bundesverkehrsminister und der chinesische Verkehrsminister Wan Gang über eine Zusammenarbeit beider Länder auf diesem wichtigen Zukunftsfeld beraten. In diesem Rahmen wurde auch eine gemeinsame Absichtserklärung zwischen der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) und dem China Automotive Technology and Research Center über die Vertiefung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet innovativer Antriebstechnologien und Infrastruktur unterzeichnet.