Ariel Nomad umgebaut BorgWarner demonstriert Hochvolt-Elektrofahrzeug

BorgWarners neues Hochvolt-Elektro-Demonstrationsfahrzeug zeigt die Fähigkeiten des Unternehmens im Bereich hochentwickelter Antriebe und unterstützt die rasche Implementierung zukünftiger Technologien.
BorgWarners neues Hochvolt-Elektro-Demonstrationsfahrzeug zeigt die Fähigkeiten des Unternehmens im Bereich hochentwickelter Antriebe und unterstützt die rasche Implementierung zukünftiger Technologien.

BorgWarners Abteilung Corporate Advanced Engineering hat ein elektrisches HV-Demonstrationsfahrzeug entwickelt. Die Testplattform auf Basis eines Ariel Nomad zeigt Lösungen wie Traktionswechselrichter, Torque-Vectoring-Heckantrieb, Software zur Fahrzeug- und Antriebssteuerung oder HV-Batteriepack.

Ein Vorteil des elektrifizierten Antriebsstrangs ist seine verbesserte Lenkreaktion, die durch das Torque-Vectoring ermöglicht wurde. Dieses Konstruktionsmerkmal erlaubt sowohl die Vorwärtsbewegung als auch regeneratives Bremsen und sorgt für ein dynamisches und stets beherrschbares Fahrerlebnis. Eine weitere Schlüsseltechnologie BorgWarners ist das Wärmemanagement-System, in dem das Kühlmittel via Elektropumpe durch die Wandler und den Batteriepack geleitet wird. Das flüssigkeitsgekühlte 350-V-/30-kWh-Modul liefert eine Spitzenleistung von 200 kW.

Das Unternehmen verbaute nicht nur Antriebstechnologien, sondern entwickelte und stellte das Demo-Fahrzeug in sechs Monaten fertig. Aufgrund seines offenen Designs und der damit einhergehenden einfachen Installation und Entfernung verschiedener Komponenten wurde der Fahrzeugtyp Ariel Nomad als Basis für dieses Demonstrationsprojekt ausgewählt.

Das Fahrzeug ist außerdem ein Versuchsfeld für BorgWarners Partner: Cascadia Motion, eine Tochter des Unternehmens, hat das Hinterradantriebs-System entwickelt, das über zwei separate BorgWarner Hochvoltmotoren Hairpin 250 (HVH) und eGearDrive Getriebe verfügt, die jeweils unabhängig voneinander ein Hinterrad steuern. Dieses System, ausgestattet mit zwei Wandlern, sorgt für eine Beherrschbarkeit des Fahrzeugs sowie höhere Leistung bei längerer Lebensdauer.   

Darüber hinaus ermöglicht das Joint Venture mit Romeo Power, einem Hersteller für Batteriemodule und -packs, das Demonstrations-Fahrzeug mit verschiedenen Batterie-Leistungsstufen zu betreiben und spezielle Batterie-Anwendungen für spezifische Fahrzeugkonzepte und Fahrerlebnisse zu testen und zu bewerten. Die Batteriemodule und -packs des Joint Ventures werden voraussichtlich auch über intelligente Batterie-Management-Systeme mit eigenen Algorithmen für verbesserte Performance und Lebensdauer sowie eine eigene Wärmetechnik für aktive und passive Kühlung verfügen.