Auftragsvolumen von zwei Milliarden Euro BMW und Northvolt schließen Liefervertrag für Batteriezellen

Visualisierung der »Northvolt Ett«-Gigafactory in Schweden.
Visualisierung der »Northvolt Ett«-Gigafactory in Schweden. Dort fertigt der Hersteller ab 2024 Batteriezellen u.a. für BMW.

BMW hat mit dem schwedischen Unternehmen Northvolt einen Langzeit-Liefervertrag für Batteriezellen geschlossen. Das Vertragsvolumen beträgt zwei Milliarden Euro. Die Batteriezellen werden ab 2024 in Europa in der derzeit im Bau befindlichen Northvolt Gigafactory in Nordschweden gefertigt.

»Mit Northvolt haben wir einen dritten Batteriezell-Lieferanten gewonnen, neben unseren bisherigen Partnern CATL und Samsung SDI. Der Vertragsabschluss ist ein weiterer Schritt, um unseren steigenden Bedarf an Batteriezellen langfristig abzusichern«, erklärte Andreas Wendt, BMW-Vorstand für Einkauf und Lieferantennetzwerk. Vom chinesischen Hersteller CATL wird der Automobilhersteller ebenfalls Zellen aus Europa beziehen – aus dem im Bau befindlichen Werk in Erfurt. Jede Zellgeneration vergibt das Unternehmen im globalen Wettbewerb an den technologisch und betriebswirtschaftlich führenden Hersteller. »So haben wir zu jeder Zeit Zugang zur bestmöglichen Zelltechnologie«, betonte Wendt.

Die für die Zellproduktion benötigten Schlüssel-Rohstoffe Kobalt und Lithium werden  BMW und Northvolt gemeinsam direkt aus Rohstoffminen beziehen, die die hohen Nachhaltigkeitsanforderungen beider Unternehmen erfüllen. So ist jederzeit eine vollständige Transparenz über die Herkunft der Rohstoffe gegeben.

Ihr Ziel einer nachhaltigen Wertschöpfungskette für Batteriezellen in Europa treiben beide Unternehmen in einem gemeinsamen Technologiekonsortium voran. Bei der Entwicklung der Batteriezellen wird dabei auf ein recycelbares Zelldesign geachtet. Das Recycling von Batteriekomponenten am Ende ihres Lebenszyklus spielt eine entscheidende Rolle, um bei stark steigender Nachfrage nach Batteriezellen den Wertstoffkreislauf über eine umfassende Wiederverwertung der Rohstoffe bestmöglich zu schließen.

Darüber hinaus will Northvolt die benötigte Energie für die Herstellung der Batteriezellen regional in Nordschweden zu 100 Prozent aus Wind- und Wasserkraft gewinnen.