Rohstoff-Versorgung für Batteriezellen BMW kauft nachhaltiges Kobalt für rund 100 Millionen Euro ein

BMW bezieht ab sofort das Kobalt für seine Batteriezellen direkt. Demnächst soll das auch für Lithium gelten.
BMW bezieht ab sofort das Kobalt für seine Batteriezellen direkt. Demnächst soll das auch für Lithium gelten.

BMW kauft in Zukunft das für Batteriezellen wichtige Kobalt direkt ein. Kürzlich hat das Automobilhersteller dafür einen Liefervertrag mit dem marokkanischen Bergbau-Unternehmen Managem unterzeichnet. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 100 Millionen Euro

Mit der Lieferung von Managem deckt BMW rund ein Fünftel des Kobalt-Bedarfs für die fünfte Generation ihrer elektrischen Antriebe ab. Rund vier Fünftel des benötigten Kobalts wird der Automobilhersteller aus Australien beziehen. Die Laufzeit für den Vertrag zwischen BMW und Managem beträgt fünf Jahre und gilt von 2020 – 2025.

Die Münchner veröffentlichen auf ihrer Webseite die Herkunftsländer für Kobalt. Für die fünfte Generation an Batteriezellen hat das Unternehmen außerdem die Lieferketten neu strukturiert und wird nicht nur Kobalt, sondern auch Lithium ab 2020 selbst direkt einkaufen und die Rohstoffe den beiden Batteriezell-Herstellern CATL sowie Samsung SDI zur Verfügung stellen. Damit ist eine vollständige Transparenz über die Herkunft der Rohstoffe gegeben. Außerdem wird BMW mit der fünften Generation der Elektroantriebe ab 2021 komplett auf den Einsatz von seltenen Erden verzichten.