Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion BMW erhöht Fertigungskapazitäten in Dingolfing

BMW will den Ausbau der Produktion von E-Antriebskomponenten im Werk Dingolfing beschleunigen.
BMW will den Ausbau der Produktion von E-Antriebskomponenten im Werk Dingolfing beschleunigen.

BMW erhöht die Fertigungskapazitäten und die Anzahl der Mitarbeiter im Kompetenzzentrum E-Antriebsproduktion in Dingolfing schneller als geplant. Das Werk rechnet damit, dass sich die Anzahl der benötigten Module für die Fertigung von Hochvoltbatterien im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln wird.

Mit der Einführung der Plug-in Hybride BMW 330e, X5 xDrive45e und X3 xDrive30e sowie des rein elektrischen Mini Cooper SE hat BMW die Palette an elektrifizierten Fahrzeugen auf zwölf Modelle erweitert. 2020 werden weitere elektrifizierte Modelle wie der X1 Plug-in Hybrid und der vollelektrische iX3 dazu kommen.

Bis 2023 plant der Automobilhersteller, seine Fahrzeugpalette auf 25 elektrifizierte Fahrzeuge auszubauen, davon mehr als die Hälfte vollelektrisch. Im Jahr 2021 werden in Europa voraussichtlich bereits ein Viertel der vom Unternehmen abgesetzten Fahrzeuge elektrifiziert sein, 2025 bereits ein Drittel und 2030 die Hälfte.

Damit haben die Münchner einen entsprechend hohen Bedarf an E-Motoren und Batterien. Zentraler Dreh- und Angelpunkt in der Versorgung der Werke mit diesen
E-Antriebskomponenten ist das Werk in Dingolfing. »Wir bauen unser Kompetenzzentrum für E-Antriebe in Dingolfing gerade massiv aus: von heute 8.000 auf künftig 80.000 Quadratmeter. Dort produzieren wir die Antriebskomponenten für unsere voll- und teilelektrischen Modelle. Bis zum Jahresende werden wir die Anzahl der Mitarbeiter in diesem Bereich von aktuell 600 auf über 1.400 ausbauen«, erklärt Michael Nikolaides, Leiter Produktion Motoren und E-Antriebe bei BMW. Mittelfristig werden in Dingolfing bis zu 2.000 Mitarbeiter an E-Motoren, Batteriemodulen und Hochvoltspeichern arbeiten. Für den anstehenden Anlauf und das geplante Volumenwachstum wird derzeit in großem Umfang qualifiziertes Personal rekrutiert – sowohl intern an den Werksstandorten des Herstellers als auch extern, wie Nikolaides betont: »Wir suchen für die Zukunftstechnologie E-Mobilität derzeit auch am Markt nach Fachkräften.«

Für die Fertigung von E-Motoren und Batterien der fünften Generation laufen bereits jetzt die Vorbereitungen. Die Produktion soll noch in diesem Jahr starten.