Betriebsversammlung bei Audi Batteriemontage in Ingolstadt durchgesetzt

Durchgesetzt: Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Peter Mosch verkündet den Aufbau einer Batteriemontage für den Standort Ingolstadt.
Durchgesetzt: Audi-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Peter Mosch verkündet den Aufbau einer Batteriemontage für den Standort Ingolstadt.

Auf der vierten Betriebsversammlung des Jahres hat Gesamtbetriebsratsvorsitzender Peter Mosch den Aufbau einer Audi-Batteriemontage in Ingolstadt verkündet. Diese hatten die Arbeitnehmervertreter gefordert, um das Stammwerk für die Produktion von zwei elektrischen SUV ab 2022 zu rüsten.

»Unsere Belegschaft will nicht nur klare Verhältnisse an der Unternehmensspitze, sondern auch einen klaren Kurs für eine erfolgreiche Zukunft«, erklärte Mosch vor über 8.000 Beschäftigten in Ingolstadt. Die Grundvoraussetzungen dafür habe der Betriebsrat mit der Audi-Beschäftigungssicherheit bis 2025 sowie der festen Zusage des Unternehmens für die Produktion zweier E-SUVs in Ingolstadt und E-Modellen in Neckarsulm gelegt. »Um weitere Kompetenzen für Zukunftstechnologien aufzubauen, forderten wir eine Batteriemontage und setzen diese jetzt für Ingolstadt auch durch«, so Mosch. Diese Batteriemontage sei ein wichtiges Signal für die Mitarbeiter, reiche aber angesichts der aktuellen Herausforderungen in der deutschen Automobilindustrie alleine nicht aus.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung, neuen Formen der Mobilität und strengeren Gesetzesvorgaben wie dem Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure (WLTP) benötigen die Beschäftigten der deutschen Autoindustrie eine klare Orientierung, so auch bei Audi. Mosch machte in seinem Bericht des Betriebsrats daher eindeutig klar: »Bram Schot muss nun mit dem gesamten Vorstand eine zielgenaue Strategie für Audi entwickeln, die uns einen gemeinsamen, erfolgreichen und eindeutigen Weg in die Zukunft aufzeigt.«

Dabei sei es laut dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden wichtig, die Belegschaft von Anfang an einzubinden, um gemeinsam einen Fahrplan zu erarbeiten. »Diese Strategie muss die Audi-Position im Volkswagen Konzern als Technologieschmiede stärken, die Produktion unserer Heimatstandorte auslasten und vor allem ein klares Bekenntnis abgeben, mit allen Audianern in die Zukunft zu gehen«, unterstreicht Peter Mosch.

Bram Schot, designierter Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, gab einen Ausblick auf 2019 und betonte, die Herausforderungen würden nicht kleiner, sondern größer. Audi müsse neu ausgerichtet werden. Der Vorstand habe dafür klare Ziele: Die Marke schärfen, neue Benchmarks setzen, den Kulturwandel forcieren, den Kernmarkt China stärken und maßgebliche Zukunftstechnologien treiben.