16 Gbit/s Bandbreite Ultra-High-Speed-Automotive-Chipsatz von Valens

Der neue Transceiver-Chipsatz »VA608A« bietet die Bandbreite und Ausfallsicherheit, die für die vielen Anwendungen in vernetzten und autonomen Fahrzeugen erforderlich sind.

Der »VA608A« von Valens liefert Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 16 Gbit/s. Der Chipsatz erlaubt nicht nur die Übertragung nativer PCIe-Verbindungen über bis zu 15 m im Fahrzeug, sondern überträgt auch 2,5 Gbit-Ethernet über ein ungeschirmtes Twisted-Pair-Kabel mit nahezu Null-Latenz.

Das Konzept der Long-Range-PCIe-Konnektivität des »VA608A« erlaubt es OEMs und Zulieferern, eine breite Palette bestehender Komponenten zu nutzen, ohne dass eine komplette Neuentwicklung der Fahrzeugarchitektur erforderlich ist. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern verringert auch die Komplexität in der Verkabelung. Gleichzeitig lassen sich leistungsfähigere Techniken mit höherer Geschwindigkeit einsetzen. Die PCIe-Übertragungstechnik von Valens ist für unterschiedliche Anwendungsfälle im Fahrzeug ausgelegt, darunter Telematik, intelligente Multiband Smart Antennen (5G, WLAN, WiGig, BT, etc.), ECU-zu-ECU-Konnektivität und Shared Storage/Blackbox-Speicher. Zusätzlich lassen sich Optimierungen bei energieeffizienten sowie Hochgeschwindigkeits-Backbone Architekturen erzielen.

Die Technik von Valens ist skalierbar und wurde speziell für den Umgang mit extremen elektromagnetischen sowie umweltbedingten Interferenzen entwickelt. Der VA608A ist ein ASIC-Prototyp und ab sofort erhältlich.

Standard für die asymmetrische Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung

Die Markteinführung des VA608A folgt unmittelbar auf die Entscheidung für die Valens-Technik durch die MIPI Alliance als Basis für den A-PHY-Standard zur Ultra-High-Speed-Videoübertragung im Fahrzeug. Die A-PHY-Spezifikation definiert eine asymmetrische physikalische Schicht für die Automobilbranche, um Hochgeschwindigkeitsverbindungen für Kameras, Displays und Sensoren über native CSI-2- und DSI/DSI-2-Schnittstellen bereitzustellen – insbesondere im Bereich des autonomen Fahrens. Die Auswahl durch MIPI folgte einem umfassenden Evaluierungsprozess, in dessen Verlauf unterschiedliche Lösungsvorschläge von MIPI-Mitgliedsunternehmen getestet und analysiert wurden.

Die finale Spezifikation wird voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen sein. MIPI A-PHY wird damit zum ersten Standard für die asymmetrische Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung im Markt.