Bordnetz-Kongress 2020 Trends bei Bordnetz-Topologien, Energiebordnetz und Prozessen

Keynote beim Bordnetz-Kongress 2019 an der HS Landshut.
Der Bordnetz-Kongress 2020 findet als virtuelle Veranstaltung statt. In diesem Jahr gibt es keine Präsenz-Keynote, wie 2019 an der HS Landshut.

Hochautomatisiertes Fahren, Fahrzeugvernetzung und die Elektrifizierung des Antriebsstrangs prägen das automobile Bordnetz der Zukunft. Der 9. Bordnetz Kongress beleuchtet aktuelle Trends und zeigt Zukunftsperspektiven in Topologien, Energiebordnetz sowie in Entwicklungs-/Fertigungsprozessen auf.

Am 22.September 2020 findet der 9. Bordnetz-Kongress der Elektronik automotive in bewährter Kooperation mit dem Verein prostep ivip statt, der das Bordnetz-Datenaustauschformat »VEC« (Vehicle Electric Container) maßgeblich vorantreibt. Aufgrund der Covid-19-Pandemie gibt es in diesem Jahr keine Präsenz-, sondern eine virtuelle Veranstaltung. Doch das tut dem in sich stimmigen, hochkarätigen Programm keinen Abbruch. Da sich der Bordnetz Kongress auch in diesem Jahr wieder als zweizügige Veranstaltung präsentiert, bietet Ihnen das virtuelle Format sogar den Vorteil, dass Sie keinen Vortrag aufgrund der Parallelität versäumen. Denn alle Vorträge stehen den Teilnehmern im Nachgang als Videos zur Verfügung. Während der Live-Vorträge können Sie wie gewohnt auch Fragen an den Referenten stellen. Ein wesentlicher Teil einer Konferenz ist das Networking: Sie können sich mit Ausstellern und anderen Teilnehmern per Video-Call oder Live-Chat unterhalten. Ein Networking-Karussell lässt Sie in Form eines virtuellen Speed-Datings neue Branchen-Kontakte knüpfen.

Programm und Keynotes

Einen Schwerpunkt bilden in diesem Jahr zwei Sessions zum Energiebordnetz, das durch die Elektrifizierung des Antriebsstrangs eine herausgehobene Bedeutung bekommt. So geht es in der ersten Keynote des Sprecher-Duos Martin Hopf von Leoni Bordnetzsysteme und Sebastian Kahnt von Intedis, eines Joint Ventures von Leoni und Hella, um die »Evolution des Energiebordnetzes: Maßgeschneiderte Lösungen auf Basis eines Baukastenprinzips«. Soweit die Perspektive des Tier-1-Kabelbaumlieferanten und des Vorfeld-Systementwicklers.
Aus der OEM-Perspektive beleuchtet die zweite Keynote des zweiten Referenten-Duos Stefan Schwimmbeck und Dr. Christoph Weißinger von BMW die »Virtuelle Energiebordnetz-Entwicklung im Zeitalter der Digitalisierung«.
Anschließend verzweigt das Programm auf zwei parallele Tracks: Session 1 vertieft das Thema »Energiebordnetz« und Session 3 stellt die »Entwicklungs- und Fertigungsprozesse« in den Mittelpunkt. Dort ist auch die aktuelle Entwicklung bei VEC angesiedelt. Am Nachmittag folgen dann Session 2 zur »Bordnetz-Topologie« sowie Session 4 als Fortsetzung des Themenkomplexes »Entwicklungs- und Fertigungsprozesse«.
Als letzter Vortrag des Tages gibt es eine Abschluss-Keynote von Jeremy Stout von Molex, der die Zukunft der automobilen Steckverbinder unter die Lupe nimmt.

Vortrags-Highlights aus den parallelen Sessions

In Session 1 »Energiebordnetz« erfahren Sie von Daniel Jerouschek von IAV wie sich die Leistungsfähigkeit eines 48-V-Bordnetzes mit künstlicher Intelligenz prognostizieren lässt und von Christian Sültrop von Fraunhofer IISB wie ein fehlertolerantes Energiebordnetz mit intelligenten Netzknoten aussehen kann.
Session 2 »Bordnetz-Topologie« beleuchtet die physikalische Schicht der neuen CAN-Erweiterungen und in der 10-Mbit/s-Welt. Darüber hinaus gibt es Beiträge zu Wireless TSN über LiFi (Light Fidelity) und die optische Vernetzung im Multi-Gbit/s-Bereich.
In Session 3 und 4 zu »Entwicklungs- und Fertigungsprozessen« bringt Sie Johannes Becker von der prostep ivip Projektgruppe VES Workflow Forum auf den neuesten Stand im VES Workflow Forum und ECAS Implementers Forum. Weitere Vorträge befassen sich mit dem fehlerfreien Bordnetzentwurf und der Automatisierung der Kabelsatzfertigung. Dr. Jens Dören von Auto-Kabel Management zeigt wie man »durch Automatisierung zum Bordnetz 4.0« kommt.