Hohe Bandbreiten Fahrzeugnetzwerke mit Ethernet-basierten End-to-End-Lösungen

Die vernetzte 10-Gbit/s-Hochgeschwindigkeits-Ethernent-Plattform  bietet im Automobilbau eine zentrale Anwendung mit Systemskalierbarkeit, Sicherheit und Netzwerkverkehr.
Die vernetzte 10-Gbit/s-Hochgeschwindigkeits-Ethernent-Plattform bietet im Automobilbau eine zentrale Anwendung mit Systemskalierbarkeit, Sicherheit und Netzwerkverkehr.

Vernetzte Mobilität definiert die Fahrzeuge sowie den gesamten Bereich der intelligenten, städtischen Transportinfrastruktur neu. Die 10-Gbit/s-Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Plattform von Molex bietet hierfür Signalintegrität, Priorisierung von Netzwerkverkehr, Systemskalierbarkeit und Sicherheit.

Automobilbauer und -Zulieferer stehen heute bei der Entwicklung der nächsten Generation intelligenter Fahrzeuge vor neuen Herausforderungen. Um die Zukunft der vernetzten Mobilität zu unterstützen, brauchen sie zuverlässige Verbindungslösungen für Hochgeschwindigkeitsnetze, mit nahtloser, End-to-End-Integration, die Hardware, Software und Dienste umfasst. Als Reaktion auf die steigende Nachfrage in der Branche bietet der Elektronikhersteller Molex ein umfassendes Ökosystem für die fahrzeuginterne Vernetzung, mit dem die Automobilindustrie diesen Anforderungen gerecht werden kann.

Ein Paradigmenwechsel zeichnet sich ab

Der Automobilbau steht vor einem Umbruch, der nicht nur die Fahrzeuge an sich betrifft, sondern auch die Beziehung der Nutzer zu den Fahrzeugen sowie deren Interaktion mit ihrer Umgebung. Wie in anderen Sektoren sind die Auswirkungen der Digitalisierung und neuer Geschäftsmodelle auch in der Automobilbranche zu spüren. Einer Studie von Citi [1] zufolge ist zu erwarten, dass die Automobilbranche bis zum Jahr 2030 durch vier Vertikalmärkte gekennzeichnet sein wird. Diesen wiederum entsprechen vier Fahrzeugtypen:

  • Robotaxis (Mobilität auf Anforderung),
  • autonome Fahrzeuge im Abonnement (fahrerlose Fahrzeuge),
  • eine Kombination von Robotaxis und autonomen Fahrzeugen im Abonnement sowie
  • traditionelles Eigentum.

Connected Mobility umfasst eine Reihe von Anwendungen und Technologien, die die Zukunft einer intelligent vernetzten städtischen Verkehrsinfrastruktur darstellen, einschließlich moderner Fahrerassistenzsysteme (ADAS), vernetzter Infrastruktur und Vehicle-to-Every-thing- (V2X)-Verkehrsvernetzungstechnologien, die automatisiert fahrende Fahrzeuge (AD) unterstützen werden. Diese Technologien basieren auf leistungsstarken und zuverlässigen Hochgeschwindigkeits-Netzwerken.
Fast alle Marktstudien sind sich darin einig, dass der Wert des internationalen Markts für autonome Fahrzeuge im Verlauf der nächsten zehn Jahre signifikant steigen wird. Im Hinblick auf das Fahrzeug der Zukunft weist die Citi-Studie jedoch darauf hin, dass ein höheres Maß an gemeinsamer Ausrichtung der Beteiligten erforderlich ist. Weiter führt die Studie aus, dass es speziell für Innovationen wie künstliche Intelligenz (KI), Vernetzung, Elektrifizierung und Big Data wohl keine offensichtlichere Anwendung gibt als im vernetzen Auto von heute. Das Zeitalter der Massenproduktion privater Fahrzeuge hat in der Vergangenheit zahlreiche Mobilitätsprobleme gelöst, aber auch neue Probleme geschaffen, zu denen Staus, Luftverschmutzung und eine unzureichende Auslastung öffentlicher Verkehrsmittel gehören. Die Fahrzeugsicherheit hat sich zwar wesentlich verbessert, bleibt aber nach wie vor ein wichtiges gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem, und dieses wird angesichts zahlreicher zusätzlicher Ablenkungen beim Fahren immer größer.

Das Auto der Zukunft verbindet somit laut der genannten Studie Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz, Vernetzung, Rechenleistung und Elektrifizierung. Es verspricht nicht nur, viele der genannten Probleme zu lösen, sondern hat auch das Potenzial, die individuelle Mobilität, so wie wir sie heute kennen, grundlegend zu verändern. Die Frage, die sich sofort stellt, lautet: »Wer bezahlt das alles?« Die kurze Antwort lautet, dass diese Entwicklungen sich selbst bezahlen. Und dadurch entsteht eine tiefgreifende Interessengemeinschaft aller Beteiligten. Die Citi-Studie, die Thesen dazu aufstellt, welche Änderungen anstehen und wie diese konventionelle Fahrzeuge verändern könnten, sagt aus, dass diese Interessengemeinschaft auf folgenden Punkten basiert.

Gesellschaftlich

Die traurige Realität ist, dass es pro Jahr mehr als 1,3 Millionen Verkehrstote gibt. Das steigende Fahrzeugaufkommen hat zu mehr Staus, Abgasen und nicht ausreichend ausgelasteten öffentlichen Verkehrsmitteln geführt. Darüber hinaus müssen auch die Bedürfnisse einer alternden Bevölkerung und von Menschen mit Behinderungen sowie die Notwendigkeit eines besseren Zugangs zu Mobilität über unterschiedliche Einkommensschichten hinweg beachtet werden. Letztlich sind die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten des Fahrzeugverkehrs von heute die tragenden Säulen dieser Interessengemeinschaft.

Neue Umsatzquellen

Durch die Monetarisierung von Fahrzeugdaten und der im Auto verbrachten Zeit im Zuge der steigenden Vernetzung von Fahrzeugen mit modernen elektrischen Architekturen, die einen Over-the-Air (OTA)-Update ermöglichen, entstehen neue Umsatzquellen. Solche OTA-Updates nutzen darüber hinaus auch kontinuierlich Daten und iteratives Lernen zur Verbesserung der Sicherheit während des gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs.

Neue Zielmärkte

Innerstädtische, autonom fahrende Robotaxi-Netzwerke, die eine kostengünstige, sichere und praktische Mobilität ermöglichen, und den Branchenführern damit neue sowie lukrative Geschäftsmöglichkeiten bieten, können neue Märkte eröffnen. Robotaxis können natürlich ebenfalls zu einer Bekämpfung der Problemfelder Stau, Umweltverschmutzung und Infrastrukturprobleme beitragen, weil die Zahl privater Fahrzeuge in den Großstädten sinkt. Darüber hinaus gibt es auch völlig neue Konzepte, beispielsweise Netzwerke autonom fahrender Fahrzeuge als Abonnement, die – zum signifikanten Wandel von Wohlstand – in neue Mobilitäts-Ökosysteme führen könnten und die Vorteile des Privateigentums an einem Fahrzeug mit denen einer gemeinsamen Mobilität verbinden. Ein solcher Transfer von Wohlstand würde dazu führen, dass sich neue Technologien schneller durchsetzen – weil diese bezahlbarer werden – und den vorhandenen Fahrzeugbestand sicherer und langfristig auch kleiner machen. Es wird erwartet, dass all das geschehen kann, ohne dass der Nutzer auf das verzichten muss, was er wünscht, nämlich ein Fahrzeug rund um die Uhr direkt verfügbar zu haben.