Autonomes Fahren Wunsch nach optimaler Akustik steigt

Immer neue Technologien im Bereich akustischer Systeme und Fahrerassistenzsysteme tragen zum Komfort und zur Sicherheit im Fahrzeug bei. Diese Entwicklung ist stark nutzergetrieben, wie eine aktuelle Studie von Asahi Kasei und Skopos zeigt.

Die Megatrends CASE (Connected - Autonomous - Shared - Electric) bringen die Automobilindustrie derzeit aus dem Gleichgewicht: Denn nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern auch das Fahrerlebnis steht vor einem Wandel. Die Fahrzeuginsassen werden sich künftig weniger auf den Verkehr konzentrieren müssen und mehr Zeit für Arbeit, Entertainment oder einfach nur Entspannung haben. In der Folge wird sich die Kundenaufmerksamkeit vom jahrzehntelang dominierenden Exterieur zum Interieur verlagern.

In den letzten Jahren haben Automobilhersteller und Zulieferer eine Vielzahl von Konzepten für den Fahrzeuginnenraum vorgestellt – so auch Asahi Kasei mit dem Konzeptfahrzeug AKXYTM. Doch wie entwickelt sich eigentlich der Kundenbedarf beim Kunden? Was erwartet der Autonutzer vom zukünftigen automobilen Interieur?

Um das herauszufinden, führte Asahi Kasei Europe im Oktober 2019 gemeinsam mit dem Kölner Marktforschungsinstitut Skopos eine repräsentative Umfrage durch. Befragt wurden insgesamt 1200 Autonutzer in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien zu ihren Präferenzen für den automobilen Innenraum der Zukunft.

Zentrales Ergebnis der Umfrage ist, dass der Entscheidungsprozess des Kunden beim Kauf eines neuen Fahrzeugs immer komplexer wird. Während traditionelle Faktoren wie Kraftstoffverbrauch, Unterhaltskosten oder Fahrverhalten nach wie vor eine Schlüsselrolle beim Kauf spielen, gewinnt der Innenraum einschließlich Akustik- und Fahrassistenzsystemen zunehmend an Bedeutung. 

Von besserer Akustik bis zur aktiven Geräuschunterdrückung

Kristallklarer Klang oder himmlische Ruhe: Mit der zunehmenden Autonomie des Autos verändert sich die Wahrnehmung des Klangs durch den Autonutzer. Eine perfekte Klangumgebung wird ebenso wichtig wie die Filterung und Unterdrückung unerwünschter Motor- oder Straßengeräusche. Für letztere spielt der Einsatz der richtigen Materialien eine entscheidende Rolle – angefangen von synthetischem Kautschuk für die Reifen bis hin zu schallabsorbierenden Kunststoffen und Textilien.

Für das Klangerlebnis und die aktive Geräuschunterdrückung bieten elektronische Akustiksysteme neue Möglichkeiten, um Komfort und Sicherheit im Auto zu erhöhen.
Laut der Umfrage begrüßen die europäischen Fahrzeugnutzer die Möglichkeiten, die Akustiksysteme für den Komfort im Fahrzeuginnenraum bieten. Jeder zweite Befragte sieht in geräuschunterdrückenden Akustiksystemen einen persönlichen Vorteil – jeder Dritte ist bereit, sie als Zusatzausstattung zu kaufen. Das gleiche Ergebnis lässt sich bei Akustiksystemen feststellen, die die Eingabe von Sprachbefehlen optimieren: 49,5% aller Befragten sehen einen Nutzen, 31,9% wären bereit, dafür zu bezahlen.

Was den Beitrag zur Unterhaltung im Fahrzeug betrifft, so sehen 39,5 % einen Nutzen in Systemen, die Musik und Audio in eine private Soundzone lenken. Mit 26,5 % wäre nur jeder vierte Autonutzer bereit, dafür zusätzlich Geld zu bezahlen – ein Zeichen dafür, dass diese Technik gerade erst ihren Weg ins Auto findet.
Aber auch als Teil von ADAS bedeuten akustische Systeme einen Mehrwert für den Fahrzeugnutzer. 59,3 % aller Befragten sehen in Akustiksystemen, die wichtige Informationssignale hervorheben, einen persönlichen Nutzen, wobei 39,8 % bereit sind, sie als Zusatzausstattung zu buchen.

Heiko Rother, General Manager Business Development Automotive bei Asahi Kasei Europe, über die zunehmende Bedeutung von Akustiksystemen im Fahrzeug: »Bereits heute genießen die Fahrzeugnutzer den verbesserten Komfort, den die Premium-Soundlösungen von Asahi Kasei bieten. Unterstützt von aktiver und passiver Geräuschunterdrückungstechnik trägt dies wesentlich zum Fahrerlebnis bei. Indem wir dies mit leistungsstarken, aber erschwinglichen ADAS-Sensoren unterstützen, stellen wir sicher, dass die Sicherheit keineswegs durch zusätzliche Unterhaltungs- und Konnektivitätsangebote beeinträchtigt wird.«

Jeder zweite Autonutzer berücksichtigt ADAS beim Fahrzeugkauf

Mit zunehmenden Verkehr und Bedarf an Konnektivität im Fahrzeug, verzeichnen ADAS ein enormes Marktwachstum – eine Entwicklung, die von der Gesetzgebung getrieben wird: Laut EU-Gesetzgebung müssen ab Mitte 2022 alle neu zugelassenen Kraftfahrzeuge mit verbesserten Sicherheitssystemen ausgestattet sein, darunter eine breite Palette fortschrittlicher Fahrassistenzsysteme wie Spurhalte- oder Bremsassistenzsysteme.

Aber der Bedarf nach mehr Assistenzsystemen ist auch nachfragegetrieben: 54,3 % aller Autonutzer werden Assistenzsysteme bei der Entscheidung für das nächste Fahrzeug berücksichtigen. Im Vergleich dazu: Beim Kauf des aktuellen Fahrzeugs waren Assistenzsysteme für nur 39,9 % wichtig.

»Fahrerassistenzsysteme sind ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zu komplett autonomen Fahrzeugen. Noch vor zwei Jahrzehnten bestand das Hauptproblem darin, die Fahrer mit Funktionen wie der adaptiven Geschwindigkeitsregelung (ACC) vertraut zu machen. Heute ist sich der Kunde der Vorzüge solcher Systeme bewusst. Die Herausforderung besteht nun darin, diese Systeme zu einem erschwinglichen Preis anzubieten. Radar-MMIC-Chips mit CMOS-Technologie von Asahi Kasei Microdevices unterstützen den Prozess, aktive Sicherheitsfunktionen auch für kleinere Fahrzeugsegmente anbieten zu können«, erklärt Rother.