Volvo Cars Weltweit gleiches Sicherheitsniveau im Straßenverkehr gefordert

Der Dreipunkt-Sicherheitsgurt, der 1959 von Volvo Cars erstmals eingeführt wurde, ist bis heute das wichtigste Sicherheitsmerkmal eines Autos. Der Hersteller arbeitet daran, das Sicherheitsniveau im Straßenverkehr weltweit zu erhöhen.
Der Dreipunkt-Sicherheitsgurt, der 1959 von Volvo Cars erstmals eingeführt wurde, ist bis heute das wichtigste Sicherheitsmerkmal eines Autos. Der Hersteller arbeitet daran, das Sicherheitsniveau im Straßenverkehr weltweit zu erhöhen.

Volvo Cars appelliert an die Regierungen und Regulierungsbehörden, die große Ungleichheit in der Verkehrssicherheit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern anzugehen. Trotz großer Fortschritte in den letzten Jahrzehnten gibt es noch eine Lücke zwischen diesen Nationen.

Jedes Jahr verlieren weltweit schätzungsweise 1,35 Millionen Menschen ihr Leben bei Verkehrsunfällen. Allein diese Zahl unterstreicht bereits den Handlungsbedarf. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es jedoch große regionale Unterschiede. So ist das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Entwicklungsländern mehr als dreimal so hoch wie in Industrieländern.

»Globale Daten zeigen, dass es eine erhebliche Ungleichheit bei der Verkehrssicherheit gibt«, erklärt Malin Ekholm, Leiterin des Volvo Cars Safety Centre. »Diese Lücken müssen durch Technologien, aber auch durch die Schaffung und Verbesserung einer weltweiten Sicherheitskultur geschlossen werden. Wir müssen die Unterschiede bei der Verwendung von Sicherheitsgurten verstehen und angehen. Gleichzeitig sollte sich die Infrastruktur auf die Sicherheit von ungeschützten Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Radfahrern konzentrieren.«

Der schwedische Hersteller will vor allem zu globalen Initiativen beitragen, wie es bereits in Zusammenarbeit mit Regierungen, Wissenschaftlern und Regulierungsbehörden geschieht. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen beispielsweise eine frei zugängliche Datenbank mit Daten und Fakten aus jahrzehntelanger, sicherheitsrelevanter Forschung veröffentlicht.

 

Mehr Sicherheit durch getrennte Spuren

Weil Radfahrer, Fußgänger und Motorradfahrer mehr als die Hälfte der weltweiten Verkehrstoten ausmachen, empfiehlt Volvo Cars den UN-Mitgliedsstaaten außerdem, die Ausgaben für die Verkehrssicherheit auch auf klar abgegrenzte Fußgänger- und Radfahrerspuren mit Schutzbarrieren zu konzentrieren. Durch die Förderung solch erschwinglicher und leicht zu realisierender Infrastruktur-Maßnahmen könnten nach Ansicht des schwedischen Premium-Automobilherstellers zahlreiche Leben gerettet werden.

Das Unternehmen sammelt und analysiert seit den 1960er und 1970er Jahren reale Unfalldaten und stellt sie den schwedischen Straßenbehörden zur Verfügung. Dadurch konnten neue Sicherheitsmerkmale wie verformbare Laternenmasten, neu konzipierte Leitplanken und von der Straße getrennte Gehwege eingeführt werden.