Augmented Reality Head-up-Displays Wellenleitertechnik reduziert Gerätegröße bei Continental

Gegenüberstellung von Größe und Augmentierungsbereich der beiden AR Head-up-Displays: HUD mit konventioneller Spiegeltechnik (links) und HUD mit Wellenleitertechnik (rechts).
Gegenüberstellung von Größe und Augmentierungsbereich der beiden AR Head-up-Displays: HUD mit konventioneller Spiegeltechnik (links) und HUD mit Wellenleitertechnik (rechts).

Continental reduziert durch Einsatz der Wellenleitertechnik (Waveguide) die Geräteabmessungen der Augmented Reality Head-up-Displays (AR-HUD). Ein vollfarbiger Waveguide HUD-Demonstrator veranschaulicht die großflächige Augmentierung im Sichtbereich des Fahrers.

Head-up-Displays (HUD) mit grafischen Ergänzungen in der realen Verkehrsansicht (Augmented Reality, AR) unterstützen den Fahrer und erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr. Bislang basiert die AR-HUD-Technik auf Spiegeln, wie sie im Windschutzscheiben-HUD zur Anwendung kommen. Die eingesetzte Technik bedingt allerdings ein Gerätevolumen von rund 30 l, so dass sich das Head-up-Display nur schwer in die Armaturentafeln der Fahrzeuge integrieren lässt.

Continental präsentiert ein AR-HUD auf Basis der Wellenleitertechnik, das in Kooperation mit DigiLens entwickelt wurde. Der Anzeigebereich umfasst 15° x 5° (entspricht 2,60 m x 0,87 m bei einer Projektionsdistanz von 10 m) und das Gerätevolument beträgt lediglich 10 l.

Anstelle von Spiegeln kommen drei übereinander gestapelte flache Wellenleiter für den RGB-Farbraum zum Einsatz. Die Lichtstrahlen werden von unten in den mehrschichtigen Wellenleiter eingekoppelt, innerhalb des Wellenleiters umgelenkt und schließlich nach oben hin ausgekoppelt – über die Windschutzscheibe reflektiert das virtuelle Bild.

Im Zuge der fortlaufenden Entwicklungen werden nun sukzessive die verbleibenden Anforderungen für den Einsatz im Kraftfahrzeug umgesetzt.