Continental Vernetzte Technologien im Nutzfahrzeug

Anhand von Echtzeitdaten zu den Ampelphasen kann das Fahrzeug mit Hilfe des dynamischen eHorizon von Continental die Fahrstrategie optimal steuern.
Anhand von Echtzeitdaten zu den Ampelphasen kann das Fahrzeug mit Hilfe des dynamischen eHorizon von Continental die Fahrstrategie optimal steuern.

Die zunehmende Vernetzung von Lkw und Bussen ermöglicht neue Anwendungen und Services rund um Fahrverhalten, Fahrzeugmanagement, Logistik und automatisiertes Fahren. Beispiele dafür zeigt Continental auf der kommenden IAA Nutzfahrzeuge in Hannover.

Geschätzt rund 300 Millionen Liter Diesel oder umgerechnet 383 Millionen Euro konnten Lkw mit dem eHorizon von Continental laut Angabe des Unternehmens seit 2012 einsparen. Das Sensorsystem liefert basierend auf präzisen topografischen Streckendaten und einem GPS-Signal Informationen über die vorausliegende Strecke an die Steuergeräte im Fahrzeug. Diese adaptieren dann automatisch Fahrweise und Geschwindigkeit. Das Serienprodukt entwickelt Continental kontinuierlich weiter. In der finalen Ausbaustufe, dem dynamischen eHorizon, wird es zu einem präzisen und immer aktuellen Informationsträger: Dank Echtzeitinformationen werden auch dynamische Ereignisse wie Wetter, Unfälle oder Staus berücksichtigt.

Mehrere Anwendungsfälle veranschaulichen auf der IAA die Vorteile des Systems. Melden die Quellen beispielsweise einen Stau oder eine Baustelle, gibt der dynamische eHorizon die Information an die Steuergeräte weiter. Sie leiten daraufhin ein Ausrollen oder Herunterschalten ein. Die frühzeitige Information spart nicht nur Kraftstoff, sie kann auch folgenschwere Unfälle verhindern, indem sie vor Gefahren wie dem Stauende hinter einer Kurve warnt, bevor der Fahrer sie sieht. Für das automatisierte Fahren schafft die Technologie damit eine wichtige Basis. Vorausschauend und effizient fährt es sich mit dem dynamischen eHorizon auch im Stadtverkehr: Anhand von Daten zu den Ampelphasen kann das Fahrzeug die Fahrstrategie optimal steuern.

Aktuelle Streckeninformationen erhält der dynamische eHorizon unter anderem von der ebenfalls von Continental entwickelten Lösung Road Database. Die Grundidee dahinter: Road Database nutzt Informationen aus den verschiedenen Fahrzeugsensoren und setzt diese zu einem maschinenlesbaren Bild der Straße zusammen. Per Mobilfunk wird es an ein Backend übertragen, das aus den von vielen Fahrzeugen bereitgestellten Daten – zum Beispiel eine veränderte Spurführung oder ein neues Verkehrsschild – präzise Streckendaten erzeugt, die es wiederum allen beteiligten Fahrzeugen zur Verfügung stellt.