Objekterkennung im Fahrzeug Software von Aptiv erkennt die Anwesenheit von Kindern und Hunden

Eine neue Software von Aptiv erkennt die Anwesenheit von Kindern – auch auf den Rücksitzen.
Eine neue Software von Aptiv erkennt die Anwesenheit von Kindern – auch auf den Rücksitzen.

Das Erkennen von Kleinkindern und Säuglingen, aber auch Haustieren auf der Rückbank wird immer wichtiger, um Unfälle zu vermeinden. Daher hat zum Beispiel auch Euro NCAP angekündigt, ab 2022 Bewertungspunkte für die Erkennung von Kindern zu vergeben.

Aptiv hat ein System entwickelt, das in der Lage ist, Säuglinge, Kleinkinder oder sogar die Anwesenheit von Haustieren im Fahrzeug festzustellen, und zwar durch eine Kombination aus Sensoren und Software. Die Sensoren sind in der Lage, auch durch Bettdecken hindurch Atmung oder den Puls eines Säuglings zu erkennen. Doch damit das neue Warnsystem angenommen wird, muss die Software auch die Situation richtig beurteilen, sprich falsch-positive Ergebnisse vermeiden. Das System muss genau »beurteilen« können, wann ein Kind im Fahrzeug ungewollt zurückgelassen wird. Sonst würde es nach einigen Fehlalarmen nicht mehr wahrgenommen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Objekterkennung im Fahrzeug: Beispielsweise können Algorithmen zur Objektklassifizierung mit Hilfe einer Kamera ein Baby, einen Autositz oder andere Gegenstände identifizieren, die möglicherweise zurückgelassen wurden, wie eine Handtasche oder ein Mobiltelefon.

Wenn ein Kleinkind, ein älteres Kind oder ein Haustier vom System als »vergessen« klassifiziert worden ist, könnte das Fahrzeug eine Reihe von Maßnahmen ergreifen.  Euro NCAP evaluiert derzeit einen Protokollentwurf, in dem diese Maßnahmen aufgeführt sind. Am naheliegendsten ist es, die Hupe oder den Autoalarm zu betätigen und die Warnblinkanlage für mehrere Sekunden aufblinken zu lassen und zu verhindern, dass die Türen verriegelt werden. Wenn niemand das Kind nach der ersten Warnung zurückholt, könnte das System die Warnung eskalieren und die akustischen und visuellen Alarme jede Minute für 15 s wiederholen. Wenn immer noch keine Reaktion erfolgt, könnte das Fahrzeug eine Textnachricht senden oder einen Telefonanruf an eine registrierte Nummer tätigen. Und wenn es sich um ein Elektrofahrzeug handelt, könnte sich sogar die Klimaanlage einschalten, um den Innenraum kühl zu halten, oder die Fenster herunterlassen, wenn die Umgebungsbedingungen das erfordern.