Tool-Box für autonomes Fahren Sensor-Daten einfach erfassen und verarbeiten

Mit der »Autera AutoBox« von dSpace kann der Entwickler umfangreiche Datenmengen aufzeichnen.
Mit der »Autera AutoBox« von dSpace kann der Entwickler umfangreiche Datenmengen aufzeichnen.

Bei Tests für autonomes Fahren muss der Entwickler eine Vielzahl an Sensordaten aufnehmen und verarbeiten. Dazu braucht er entsprechende Daten-Logger und Werkzeuge. Für diesen Zweck präsentiert dSpace ein neues Gerät.

Der Entwickler von Hardware- und Software-Testgeräten, dSpace, präsentiert auf der dSpace World Conference von 19. bis 20. November in München seine neuen Produkte. Mit dabei: die Autera-Produktfamilie. Neueste Errungenschaft des Test-Spezialisten ist die »AUTERA AutoBox« zur Entwicklung von Funktionen für autonomes Fahren.

Große Speicherkapazität nötig

Ein typischer Einsatzbereich der AutoBox ist die Aufzeichnung umfangreicher Datenmengen bei Testfahrten, zum Beispiel während der Entwicklung oder für die Homologation. Die Box ermöglicht die spätere Wiedergabe der aufgezeichneten Daten im Labor sowie die Prototypen-Entwicklung von Sensorfusions- oder Perzeptionsalgorithmen im Fahrzeug. Zur Aufzeichnung der umfangreichen Datenmengen verfügt die Box über eine Data Storage Unit. In Kombination mit einer Solid State Disk stellt sie mehrere Terabyte Speicherplatz bei einer Bandbreite von bis zu 50 Gbit/s zur Verfügung.

Ebenso sind rechenintensive Aufgaben für das Gerät kein Problem, sogar KI-Algorithmen kann der Anwender mit der AutoBox entwickeln und optimieren. Dazu ist das Gerät mit Hardware-Beschleunigern wie GPUs (Graphics Processing Unit) oder FPGAs (Field Programmable Array) erweiterbar. So sind Daten bereits während einer Testfahrt vorverarbeitbar.

Umfassende Tools für den Entwickler

Basierend auf den Standards AUTOSAR und FIBEX sind umfassende Bus- und Netzwerktools integriert. Die Box unterstützt diverse Kameraschnittstellen für verschiedene Hersteller. Über eine sogenannte Upload-Station kann der Anwender außerdem seine Daten auf einen Server oder in die Cloud mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Gbit/s Ethernet hochladen. Standardmäßig wird die Box mit dem Software-Entwicklungs-Tool RTMaps ausgeliefert. Hiermit lassen sich Daten erfassen, zeitstempeln, synchronisieren und wiedergeben. Alternativ ermöglicht die integrierte Programmierschnittstelle das Nutzen von  Linux-Anwendungen.