Projekt KIMoNo Künstliche Intelligenz verbessert Mobilität im ländlichen Raum

Gemeinsame Freude über den Start des Pilotprojekts KIMoNo: Präsident Prof. Dr. Ulrich Bartosch, Staatsminister Bernd Sibler, Prof. Dr. Tomas Sauer (Universität Passau), Dr. Andreas Böhm (One Logic GmbH), Vizepräsident Prof. Dr. Harald Kosch (Universität Passau), Bundesminister Andreas Scheuer (vlnr).
Gemeinsame Freude über den Start des Pilotprojekts KIMoNo: Präsident Prof. Dr. Ulrich Bartosch, Staatsminister Bernd Sibler, Prof. Dr. Tomas Sauer (Universität Passau), Dr. Andreas Böhm (One Logic GmbH), Vizepräsident Prof. Dr. Harald Kosch (Universität Passau), Bundesminister Andreas Scheuer (vlnr).

Der ländliche Raum hat andere Anforderungen an Mobilität als eine Großstadt. Daher erforscht die Universität Passau im Projekt »KI-basierte, typübergreifende Mobilitätsoptimierung in non-urbanen Regionen«, wie sich Mobilität im ländlichen Raum mit Hilfe von künstlicher Intelligenz verbessern lässt.

Während zu den Ballungsräumen eine Vielzahl von Studien und Daten vorliegt, sind ländliche Regionen in der Forschung bisher unterrepräsentiert. Hier setzen die Universität Passau und das Passauer IT-Unternehmen One Logic mit dem gemeinsamen Projekt »KI-basierte, typübergreifende Mobilitätsoptimierung in non-urbanen Regionen« (KIMoNo) an: Das Team erforscht anhand der Pilotregion Landkreis Passau/Bayerischer Wald, wie sich Mobilität im ländlichen Raum mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) verbessern lässt.

Um ein möglichst ganzheitliches Bild von Mobilität jenseits urbaner Zentren zeichnen zu können, beschränkt sich das Projekt nicht auf eine Mobilitätsform, sondern versteht sich ganz bewusst als typübergreifend. Ob Einzelperson auf dem Fahrrad, automatisierte Fahrzeuge oder miteinander vernetzte Lkw-Konvois – es wird ein breites Spektrum an Mobilitätstypen untersucht. Auch ganze Logistikketten fließen in das Projekt mit ein: So beschäftigt sich ein Teilaspekt beispielsweise mit intelligenten Sensorsystemen, die mittels Computertomographie Informationen zum Inhalt von Warentransporten liefern und auf diese Weise unnötige Transportwege und Gefahren vermeiden können. Eine andere Fragestellung beinhaltet, wie Mobilitätsdaten branchenübergreifend und unter Berücksichtigung der Privatsphäre vernetzt werden können, um Straßenschäden schneller zu entdecken oder Leerfahrten zu vermeiden. Gerade hinsichtlich des Datenschutzes ist auch Edge Computing ein Thema, also die unmittelbare Verarbeitung von Daten direkt am Gerät. Das Forschungsteam verspricht sich davon eine höhere Akzeptanz moderner Mobilitätsanwendungen in der Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund wird das Verbundprojekt auch von Forschern aus dem sozioökonomischen Bereich begleitet. Neben der Akzeptanz erfassen diese auch die Mobilitätsansprüche und Erwartungshaltung der Menschen in der ländlich geprägten Pilotregion.

Am Verbundprojekt beteiligt sind seitens der Universität Passau der Lehrstuhl für Data Science, das Centrum für Marktforschung unter der Leitung von Dr. Stefan Mang sowie das Institut Forwiss. Kooperationspartner ist das Fraunhofer Entwicklungszentrum Röntgentechnik, ein Bereich des Instituts für Integrierte Schaltungen mit Standorten in Fürth, Würzburg, Deggendorf und Passau. Das Projektteam kooperiert mit dem Anwendungszentrum CT in der Messtechnik (CTMT) an der Technischen Hochschule Deggendorf.