Bosch Kombi-Inertial-Sensor mit integriertem Vibrationsdämpfer für ESP misst Drehrate und Beschleunigungen

Bosch hat mit dem SMI650 einen integrierten Kombisensor entwickelt, der Betriebstemperaturen bis +140 °C standhält und mit einem speziellen Vibrationsdämpfer auch starke breitbandige Vibrationen abfängt.

Der Sensor mit integriertem Vibrationsdämpfer kommt erstmals in einem Steuergerät für ESP zum Einsatz. Bei ESP-Steuergeräten mit eingebauter Inertialsensorik entfällt die aufwändige Verkabelung zu externen Sensoren. Ausgestattet mit einem zweiachsigen Sensorelement für Beschleunigung (ay und az) und einem einachsigen für die Drehrate (Ox) überwacht der SMI650 drei Bewegungsachsen eines Fahrzeugs. Der Kombi-Inertialsensor wird mit den ESP-Steuergeräten der aktuellen Generation 9 von Bosch in Serie gehen.

Ein Kombisensor muss hohe Anforderungen an Widerstandskraft erfüllen, weil er im Motorraum einsetzt wird. Beispielsweise dürfen die starken Vibrationen der unterschiedlichsten Aggregate unter der Motorhaube von der Sensorik keinesfalls irrtümlich als instabile Fahrsituation gewertet werden. Um die Sensorelemente des SMI650 vor solchen Störeinflüssen zu schützen, ist das PM28D-Sensorgehäuse mit einem Vibrationsdämpfer ausgestattet. Speziell entwickeltes Silikon umschließt die Bodenplatte und entkoppelt so den Sensor vom vibrierenden Untergrund. Zusätzlich verfügen die Strukturen der Beschleunigungssensorik über mikromechanische Dämpfer. Zusammen mit dem bauteileigenen ASIC ergibt sich eine hohe Robustheit des Sensors.