Lokale Gefahrenwarnung von Ford Informationen per vernetzten Cloud-Systemen teilen

Fords Technologie »lokale Gefahrenwarnung« macht Autofahrer vor Gefahren hinter Ecken und Kurven aufmerksam.
Fords Technologie »lokale Gefahrenwarnung« macht Autofahrer vor Gefahren hinter Ecken und Kurven aufmerksam.

Im Straßenverkehr kann es nützlich sein, wenn man weiß, was hinter der nächsten Ecke oder Kurve passiert. Dank einer neuen Technologie wird das bei Ford-Fahrzeugen zur Realität. Die »Lokale Gefahrenwarnung« ist serienmäßiger Bestandteil des Puma, der im März 2020 in Deutschland auf den Markt kommt.

Local Hazard Information (LHI, lokale Gefahrenwarnung) soll die Verkehrssicherheit erhöhen, weil es Autofahrern hilft, Gefahren frühzeitig zu erkennen und nach Möglichkeit zu vermeiden. Wenn vorausfahrende Fahrer auf plötzliche Staus, Unfälle oder sonstige Hindernisse stoßen, werden die folgenden Fahrer – die eventuell noch keine Sicht auf das Geschehen haben – vorgewarnt. Eine Warnung kann in verschiedenen Situationen erfolgen, beispielsweise auch bei plötzlich einsetzendem Hagel oder bei einem Erdrutsch. Die Warnungen werden vom vorausfahrenden Auto automatisch ausgelöst, etwa wenn die Warnblinker aktiviert werden oder durch eine Notbremsung, im schlimmsten Fall auch durch ausgelöste Airbags. LHI arbeitet selbsttätig, das heißt: Der Fahrer muss nicht aktiv werden, um Warnmeldungen abzusetzen.

Entscheidend ist, dass der Nutzen dieser Technologie nicht nur auf diejenigen Autofahrer beschränkt bleibt, die in Ford-Fahrzeugen unterwegs sind. Die über das bordeigene Mobilfunknetz gesendeten Informationen können, dank vernetzter Cloud-Systeme, auch mit Fahrzeugen anderer Automobilhersteller geteilt werden – und umgekehrt. Je mehr Autos miteinander vernetzt sind und miteinander kommunizieren, desto größer die Effizienz des Systems und damit auch der Gesamtnutzen.

Funktionsweise

Auf Basis von Informationen des FordPass Connect-Modems kann LHI bereits schon dann auf mögliche Gefahrensituationen hinweisen, wenn diese weder vom Fahrer noch von den eigenen Fahrer-Assistenzsystemen wahrgenommen werden, weil sie sich zum Beispiel hinter einer nicht einsehbaren Kurve befinden. Sensoren überwachen Aktivitäten wie Notbremsung, Nebelscheinwerfer und Traktionskontrolle, um ungünstige Wetter- oder Straßenbedingungen zu erfassen. Diese Daten werden verarbeitet, um den Gefahrenort und die Art des Vorfalls zu ermitteln und mit anderen Verkehrsteilnehmern zu teilen. Möglich werden Warnungen darüber hinaus durch den Zugriff auf Daten von Here Technologies. Das Unternehmen liefert Informationen von lokalen Behörden und Rettungsdiensten sowie anderer mit der Cloud verbundener Verkehrsteilnehmer zu. Das betrifft zum Beispiel Hinweise auf Unfälle, Baustellen und liegengebliebene Fahrzeuge ebenso wie Gefahren, die von Fußgängern und Tieren ausgehen, oder auch kritische Straßenbedingungen außerhalb des Sichtbereichs. Potenzielle Gefahren werden über das Armaturen-Display des Ford Puma angezeigt – und zwar nur dann, wenn diese Gefahren die eigene Fahrtroute betreffen.

Die Funktion »Lokale Gefahrenwarnung« wird über das FordPass Connect-Modem aktiviert und ist für das erste Jahr nach dem Kauf eines neuen Puma kostenlos. Danach ist eine Lizenzgebühr im Rahmen des Konnektivitätspakets zu entrichten. Das FordPass Connect-Modem wird zum Zeitpunkt der Fahrzeugauslieferung aktiviert. Nutzer können entscheiden, welche Daten sie freigeben möchten.