Chips für Lidarsysteme Infineon kauft Innoluce

Infineon Technologies hat Innoluce, ein Halbleiterunternehmen ohne eigene Fertigung übernommen. Mit dem Know-how von Innoluce will Infineon Chiplösungen für Lidarsysteme entwickeln. Lidartechnik ist besonders für die Sicherheit von teil- und vollautomatisierten Fahrzeugen wichtig.

Ohne Lidar, Radar und Kameras ist das teil- und vollautomatisierte Fahren unmöglich. Infineon nimmt hier die Vorreiterrolle ein; das Unternehmen hat die Basis für das automatisierte Fahren geschaffen und Radartechnik als Sicherheitsmerkmal für alle Fahrzeugklassen möglich gemacht: Durch Fertigungstechniken der Chipvolumenproduktion und eine neue Chip-Gehäusetechnik wurden Radarsysteme deutlich preisgünstiger und kleiner. Mit der Übernahme von Innoluce verfügt das Unternehmen nun auch über Expertise in allen drei komplementären Sensortechniken. Redundante Sensorik bildet die Grundlage für das autonome Fahren. Während Radartechnik auf hochfrequenten elektromagnetischen Schwingungen basiert, arbeitet Lidar mit Laserstrahlen, um im Nahbereich des Fahrzeugs den Abstand zu Objekten zu bestimmen. Lidar wird vor allem genutzt, um kleinere Objekte auf der Straße zu erkennen.

»Die Übernahme von Innoluce ist für uns ein wichtiger Schritt in der Lidartechnik, die im Sicherheitskokon für das selbstfahrende Fahrzeug eine große Rolle spielt«, erläutert Peter Schiefer, der den Geschäftsbereich Automobilelektronik bei Infineon leitet. In den nächsten Jahren werden erste Lidarsysteme in Oberklasse-Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Dabei werden die Lichtstrahlen noch durch mechanisch einstellbare Spiegel ausgerichtet, wodurch die Systeme verhältnismäßig sperrig und teuer werden. Um sich als Standard in allen Fahrzeugklassen zu etablieren, sind Lidarsysteme auf Grundlage von Halbleitern erforderlich. Dadurch werden die Systeme deutlich kompakter, preisgünstiger und robuster.