Autonomes und vernetztes Fahren Hyundai zeigt Platooning unter realen Verkehrsbedingungen

Hyundai arbeitet am automatisierten und vernetzten Lkw.
Das Platooning von Fahrzeugen hat den Vorteil, dass der Luftwiderstand reduziert wird, um die Kraftstoffeffizienz und die Emissionen zu senken. Darüber hinaus werden die Fahrer entlastet.

Hyundai Motor hat auf dem Yeoju Smart Highway in Korea unter realen Verkehrsbedingungen das erste Platooning von Lastkraftwagen erfolgreich durchgeführt.

Folgende Funktionen wurden demonstriert: Fahrzeugzugang, Ein- / Ausschalten der Platooning-Funktion durch andere Fahrzeuge, gleichzeitige Notbremsung und die V2V-Technologie. Die Höchstgeschwindigkeit betrug aus Sicherheitsgründen 60 km/h. Diese Demonstration ist Teil eines vom Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr (MOLIT) Südkoreas initiierten Projekts. Seit 2018 unterstützt MOLIT die Arbeit für autonome Technologien. An diesem nationalen Projekt waren neben der Hyundai auch Behörden, Unternehmen und Hochschulen beteiligt.

Der Yeoju Smart Highway ist eine 7,7 km lange Teststrecke auf der von der südkoreanischen Regierung für die Entwicklung autonomer Fahrtechnologien eingerichteten Schnellstraße in der Zentralregion südöstlich der Hauptstadt Seoul. Die Autobahn wird ständig für die Forschung von autonomen Fahrfunktionen genutzt, wodurch sie den Bedingungen einer tatsächlichen Autobahn ähnlich ist.

Informationsaustausch in Echtzeit

Das Platooning-Manöver beginnt, wenn sich der Fahrer des nachfolgenden Lastwagens dem führenden Fahrzeug nähert und den Zugmodus aktiviert. Bei Aktivierung des Platooning-Modus behält der hintere Lkw eine Distanz von 16,7 Metern bei, wobei die Feinabstimmung in Echtzeit auf der Beschleunigung und Verzögerung des führenden Fahrzeugs basiert. Der Fahrer muss weder Gas geben noch bremsen, was die Ermüdung auf der Straße erheblich verringert und die Sicherheit erhöht. Zudem ist im Platooning-Modus der automatische Spurhalteassistent aktiviert, weshalb der Fahrer des hinteren Fahrzeugs die Hände nicht am Lenkrad haben muss.

Die Platooning-Technologie berücksichtigt auch Fahrzeuge, die zwischen den Lastwagen ein- und ausscheren. Wenn ein Fahrzeug in die Kolonne hineinfährt, vergrößert das folgende Fahrzeug den Abstand automatisch auf mindestens 25 m.

Das für den Test genutzte V2V-System demonstriert, wie der Informationsaustausch zwischen den Lkw in Echtzeit die Kontrolle über Beschleunigung und Verzögerung verbessern kann. Zudem werden ADAS-Informationen verschiedener Sensoren wie Kameras und Radar integriert.

Darüber hinaus beinhaltet das von Hyundai entwickelte Platooning-System eine Videoübertragung vom führenden Lkw in das Cockpit des Nachfolgenden. So kann der Fahrer des hinteren Lkw die Straße einsehen und entsprechend frühzeitig reagieren. Dieses System hebt somit die real vorhandene Sichtbeschränkung auf.

Ziel des koreanischen Unternehmens ist es, den Abstand der im autonomen Platooning-Modus fahrenden Lkw noch weiter zu reduzieren. Gleichzeitig soll in Zukunft der Alltag des Fahrers durch zusätzliche Verkehrsinformationen verbessert werden.