Valeo-Safran-Kooperation Historische Kulisse für das Auto der Zukunft

Auf den ersten Blick ist Valeos Prototyp eines hochautomatisierten Fahrzeugs kaum von einem Serien-Passat zu unterscheiden.
Auf den ersten Blick ist Valeos Prototyp eines hochautomatisierten Fahrzeugs kaum von einem Serien-Passat zu unterscheiden.

Vor der imposanten Fassade des Hôtel des Invalides in Paris hat Valeo sein bereits auf der CES präsentiertes hochautomatisiertes Fahrzeug nun auch in Europa vorgestellt. Dort musste sich der mit Hilfe des französischen Konzerns Safran entwickelte Prototyp auch im Fahrtest bewähren.

Seit September 2013 verbindet den französischen Automobilzulieferer Valeo und den vor allem auf Luftfahrt-, Militär- und Sicherheitstechnik spezialisierten Konzern Safran eine Entwicklungspartnerschaft im Bereich Fahrerassistenz und autonomes Fahren. Bei einer Pressevorstellung Ende März in Paris demonstrierten die beiden Unternehmen erste Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit. Technisches Highlight der Veranstaltung war ein mit dem „Drive4U-System“ ausgestatteter VW-Passat, der in einem abgesperrten Teil der Gartenanlagen des Hôtel des Invalides autonom seine Runden drehte.

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Technik-Highlights von Valeo und Safran

Technik-Highlights von Valeo und Safran

Das Fahrzeug ist mit Kameras, Radar- und Ultraschallsensoren sowie einem Laser-Scanner ausgerüstet. Hinzu kommt eine Telematik-Einheit für die Kommunikation mit anderen Fahrzeugen oder der Infrastruktur. Safran steuerte beim Prototypen unter anderem ein spezielles Trägheitsnavigationssystem bei. Mit Drive4U ausgerüstete Serienfahrzeuge sollen später in der Lage sein, im Stau, auf der Autobahn oder auf bekannten Routen das Steuer zu übernehmen. Für das autonome Fahren wird auch die von Safran entwickelte Sicherheitstechnologie eine wichtige Rolle spielen.

Den abgesperrten Parcours absolvierte das Versuchsfahrzeug bei zahlreichen Testfahrten fehlerfrei und ohne Eingriffe des Fahrers. Die Routenführung des einige hundert Meter langen Rundkurses wurde zuvor im Navigationssystem abgespeichert. Unterwegs musste das Fahrzeug dann selbsttätig auf Verkehrszeichen und Ampelsignale sowie an einer Stelle auch auf querende Fußgänger reagieren. Das Gelände rings um den Invalidendom gab dafür natürlich eine prächtige Kulisse ab. In technischer Hinsicht hätte allerdings ein anderer Ort in Paris ein noch deutlich aufschlussreicheres Testergebnis liefern können: Erst wenn hochautomatisierte Fahrzeuge auch den berüchtigten Kreisverkehr am Arc de Triomphe bewältigen können, haben sie ihre Alltagstauglichkeit wirklich unter Beweis gestellt.

Eindrücke von der Testfahrt und weitere Technik-Demonstrationen zeigt die Bildergalerie.