Umsetzung automatisierter Fahrfunktionen Hella führt Radartechnologie auf 77-GHz-Basis in den Markt ein

Auf Basis der 77 GHz Radartechnologie lassen sich sowohl NCAP-Anforderungen als auch Funktionen für das automatisierte Fahren umsetzen.
Auf Basis der 77 GHz Radartechnologie lassen sich sowohl NCAP-Anforderungen als auch Funktionen für das automatisierte Fahren umsetzen.

Hella bringt im Frühjahr 2020 seine 77 GHz Radartechnologie in Serie. Hierfür hat das Unternehmen mehrere Großaufträge akquiriert. Beliefert wird zunächst ein asiatischer Hersteller von Lastkraftwagen und Bussen. In diesem Zusammenhang erfolgt die Markteinführung im Rahmen der Kooperation mit ZF.

Im Anschluss wird Hella die Serienproduktion für weitere internationale Pkw-Hersteller aufnehmen. Gefertigt werden die Radarsensoren zunächst im Elektronikwerk in Hamm, anschließend auch in China und den USA. »Radarsensorik ist eine Schlüsseltechnologie zur Realisierung assistierter und automatisierter Fahrfunktionen«, betont Frank Petznick, der als Mitglied der Geschäftsleitung Elektronik beim Zulieferer das globale Product Center Automated Driving verantwortet.

Die Sensoren zeichnen sich nach Herstelleraussagen durch ihre  Leistungsfähigkeit und Reichweite sowie ihre kompakte Bauweise aus. Diese vereinfacht die Integration in die Fahrzeugkarosserie und ermöglicht eine 360 Grad-Wahrnehmung der Fahrzeugumgebung. Zum anderen basieren sie auf einem modularen, skalierbaren Plattformkonzept, mit dem sich kundenspezifische Anforderungen flexibel und effizient realisieren lassen. Dadurch können sowohl NCAP-Anforderungen als auch Funktionen für das automatisierte Fahren umgesetzt werden.

Anfang des Jahres hat Hella zudem eine strategische Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Start-up Oculii bekannt gegeben. Ziel der Kooperation ist es, die Leistungsfähigkeit der 77 GHz Radarplattform durch Integration einer von Oculii entwickelten Software weiter zu erhöhen. Resultate der Entwicklungspartnerschaft werden voraussichtlich 2023 in Serie gehen.