Continental auf der CES 2020 Ganzheitliche Mensch-Maschine-Interaktion für autonome Fahrzeuge

Mehr Sicherheit: Die ganzheitliche Mensch-Maschine-Schnittstelle meldet, wenn Fußgänger im Weg des Shuttles erkannt werden.
Mehr Sicherheit: Die ganzheitliche Mensch-Maschine-Schnittstelle meldet, wenn Fußgänger im Weg des Shuttles erkannt werden.

Um mehr Akzeptanz und Vertrauen für fahrerlose Mobilitätslösungen zu schaffen, hat das Technologieunternehmen Continental speziell für autonome Fahrzeuge eine ganzheitliche Lösung für die Mensch-Maschine-Interaktion entwickelt.

Sicherheit, Zugänglichkeit, Komfort und ein immersives Erlebnis an Bord sollen die Akzeptanz autonomer Fahrzeuge erhöhen und letztendlich eine breite Einführung erlauben. Dies soll mit der Entwicklung von Continental realisierbar sein sein. Die Lösung erleichtert nicht nur die Buchung von Fahrten und die Beförderung von Fahrgästen zum Zielort. Sie unterstützt Nutzer auch bei der Planung ihrer nächsten Strecke und stellt relevante Informationen über gesellschaftliche Ereignisse bereit. Für Smart Cities und Dienstleister ist es mit Hilfe von Continentals Lösung möglich, maßgeschneiderte Mobilitätsdienste bereitzustellen.

»Continental erleichtert mit diesem Ansatz die intuitive Interaktion zwischen fahrerlosen Fahrzeugen, Fahrgästen und Fußgängern. Wir schaffen einen kontinuierlichen, natürlichen Dialog zwischen Mensch und Fahrzeug und bauen bei den Nutzern nicht nur Vertrauen, sondern auch Begeisterung auf. Dies ist für den Erfolg von autonomen Fahrzeugen unerlässlich«, betont Karsten Michels, Leiter Systems & Technology in der Division Interior von Continental.

Präsentation auf der CES

Die neue Lösung hat Continental in seiner Entwicklungsplattform für fahrerlose Technologien CUbE entwickelt. »Auf der CES stellen wir eine nahtlose Mensch-Maschine-Interaktion innerhalb und außerhalb der CUbE-Fahrzeuge vor. Dafür setzen wir auf komplementäre Audio- und visuelle Schnittstellen. Unsere Präsentation basiert auf den bestehenden Produkten und Kompetenzen von Continental, von denen einige bereits marktreif sind«, ergänzt Michels.
 
Auf der CES wird zu sehen sein, wie die Nutzer über eine Smartphone-App ganz bequem einen Shuttle buchen und einen Sitzplatz reservieren können. Während sie auf ihre Fahrt warten, kann die Position des Shuttles in der App ständig verfolgt werden. Eine personalisierte Willkommensnachricht begrüßt den Benutzer bei der Ankunft des Shuttles.

Auf einem großen Display sehen die Fahrgäste alle Streckeninformationen, verfügbare lokale Dienste und die Fahrzeugbenachrichtigungen in Form einer dynamischen Zeitachse. Als Ergänzung zur Anzeige im Fahrzeug werden die Fahrgäste auch akustisch über ihren Fahrstatus und ihre Fahrereignisse informiert – mit Umgebungsgeräuschen, die mit der Fahrzeugbewegung synchronisiert sind.
 
Während der Fahrt durch die Stadt werden zudem in Echtzeit Informationen über Sehenswürdigkeiten sowie kulturelle und gesellschaftliche Ereignisse angezeigt. Dadurch entstehen Möglichkeiten für Städte und Dienstleister, ihre Kunden mit maßgeschneiderten Angeboten zu erreichen. Vor der Ankunft zeigt das Fahrzeug Informationen über Anschlussfahrten an. Die Fahrgäste werden beispielsweise über die Abfahrtszeit des nächsten verfügbaren Zuges oder Shuttles informiert, mit denen sie ihre weiteren Ziele erreichen können. 

Wichtigster Aspekt: Sicherheit

Die Sicherheit der Fahrgäste und Fußgänger ist der wichtigste Aspekt beim autonomen Fahren. Deshalb reagiert die ganzheitliche Mensch-Maschine-Schnittstelle von Continental und gibt eine Meldung aus, wenn Fußgänger im Weg des Shuttles erkannt werden. Die Sensoren des Fahrzeugs registrieren die Anwesenheit des Fußgängers und validieren diese über eine benutzerfreundliche audiovisuelle Schnittstelle, die mit bestimmten Sehbehinderungen wie beispielsweise Farbenblindheit kompatibel ist.

Unter anderem zeigen externe Bildschirme mit Infografiken die Sensorinformationen an, um Fußgänger oder andere Fahrzeuge darüber zu informieren, dass der Shuttle ihre Anwesenheit registriert hat. Zusätzlich informieren Außengeräusche den Fußgänger darüber, dass er in der Bahn des Fahrzeugs erkannt wurde, und fordern ihn auf, aus dem Weg zu gehen. Wenn das Fahrzeug anhält, um Fußgängern die Überquerung der Straße zu ermöglichen, werden die Fahrzeuginsassen entsprechend benachrichtigt.