Amber Light warnt Autofahrer DLR will Radfahrer vor abbiegenden Fahrzeugen schützen

Das Amber Light, das das DLR ab 12.3.18 in Braunschweig testet, warnt Autofahrer, bevor sich ihr Weg mit Radfahrern kreuzt und löst nur in kritischen Situationen aus.
Das Amber Light, das das DLR ab 12.3.18 in Braunschweig testet, warnt Autofahrer, bevor sich ihr Weg mit Radfahrern kreuzt und löst nur in kritischen Situationen aus.

Radfahrer sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Umso wichtiger ist es, sie zu schützen und kritischen Situationen vorzubeugen. Das hat sich das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt zum Ziel gesetzt und installiert nun das sogenannte Amber Light an der Braunschweiger Forschungskreuzung.

Das Amber Light ist ein adaptiv geschalteter Schutzblinker mit Radfahrersymbol, der prototypisch auf Basis einer Baustellenampel mit einem Signalgeber aufgebaut worden ist. Falls das Risiko einer Kollision besteht, warnt es Fahrzeuge, die von der Hans-Sommer-Straße nach rechts in die Brucknerstraße abbiegen, vor geradeaus fahrenden Fahrradfahrern. In den nächsten Tagen werden die Einstellungen des Blinkers vom Projektteam noch getestet und optimiert, ab dem 12. März 2018 wird er dann rund um die Uhr für vier Wochen im Einsatz sein.

Durch die an der Forschungskreuzung installierte Kameratechnik wird der Verkehr anonymisiert erfasst. Algorithmen können automatisch berechnen, wie schnell sich Fahrradfahrer und Autofahrer nähern und wann sich ihre Wege kreuzen. Bei Gefahr beginnt das Amber Light zu leuchten oder sogar hoch frequent gelb zu blinken – je nach ermitteltem Risiko für die Verkehrsteilnehmer.

Das Amber Light führt Protokoll über sein Auslösen, so dass anhand der Kamerabilder von der Kreuzung die Situationen gesammelt und ausgewertet werden können. Bei der Auswertung soll dieser Zeitraum mit einer vergangenen Zeitperiode ohne Blinker verglichen werden. So können die Wissenschaftler untersuchen, ob es zu einer Reduzierung von kritischen Situationen im Verkehrsgeschehen beiträgt.

Zu der Auswertung gehört auch eine Umfrage, an der Verkehrsteilnehmer ab dem 16. März teilnehmen können, um ihre Erfahrungen mit dem Blinker weiterzugeben und die Wissenschaftler bei ihrer Forschung zu unterstützen.