Continental Die sechs Bausteine des Automatisierten Fahrens

<p>Die Automatisierung des Fahrzeugs wird schrittweise erfolgen. Angefangen bei der Teilautomatisierung ab 2016, &uuml;ber die Hochautomatisierung 2020, bis zur Vollautomatisierung ab 2025.</p>
<p>Die Automatisierung des Fahrzeugs wird schrittweise erfolgen. Angefangen bei der Teilautomatisierung ab 2016, &uuml;ber die Hochautomatisierung 2020, bis zur Vollautomatisierung ab 2025.</p>

Um die Entwicklung hin zum automatisierten Fahren voran zu treiben, arbeiten Entwickler bei Continental an sechs zentralen Aufgabenfeldern: Sensorik, Schwarm-Vernetzung, Mensch-Maschinen-Dialog, Systemarchitektur, Ausfallsicherheit und Akzeptanz von Automatisiertem Fahren.

Continental entwickelt weltweit für das Automatisierte Fahren benötigte Komponenten und Systeme - in den USA ebenso wie in Japan, in China und in Europa. Konkret arbeiten die Ingenieure arbeiten dabei an den folgenden sechs wesentlichen Bausteinen:

Sensorik: Die Basis für die Vermeidung von Unfällen liefern Fahrerassistenzsysteme mit Sensoren. Sie erfassen das Fahrzeugumfeld mindestens so gut wie der Mensch. Rückspiegel können durch Kamerasysteme ersetzt werden. Diese erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern verringern auch den CO2-Ausstoß von Autos und Lkw. Für die Sensorfusion und letztlich die Auswertung der Sensordaten forscht Continental am Einsatz von künstlicher Intelligenz und bringt sein breites Sensorik- und Steuergeräte-Know-how in die Entwicklung ein. In Zukunft wird Continental darüber hinaus in die Reifen Sensoren einbauen, mit denen das Fahrzeug die Beschaffenheit der Fahrbahn unmittelbar ertasten kann. So sollen die Reifen zu einem wichtigen Teil des Sensornetzwerkes im Auto werden.

Schwarm-Vernetzung: Der "sechste Sinn" des Autos wird das Internet werden. Continental arbeitet an einem leistungsfähigen Backend mit hochgenauer Information über die Verkehrslage. Die Basis dafür liefert der Austausch von Sensordaten zwischen den Verkehrsteilnehmern und den Verkehrs-Großrechnern. Das erhöht die Sensorreichweite und ermöglicht den Blick des Fahrzeugs "um die Ecke".

Dialog zwischen Mensch und Maschine: Wie sieht die Strategie aus, wenn das Fahrzeug vollautomatisiert die Autobahnausfahrt erreicht und beispielsweise der Fahrer die Fahraufgabe wieder übernehmen soll? Continental entwickelt dafür und für das generelle, zukünftige Zusammenspiel zwischen Fahrzeug und Fahrer die notwendigen Systeme. Gleichzeitig testet das Unternehmen neue Lösungsansätze für die veränderten Ansprüche an den Mensch-Maschine-Dialog.

Systemarchitektur: Künftige Systemarchitekturen für das Automatisierte Fahren müssen die riesigen, im Auto zu verarbeitenden Datenmengen sicher managen. Ein Gigabyte Sensordaten pro Minute müssen in Echtzeit ausgewertet werden. Bei steigender Sensorleistung und damit steigender Datenmenge braucht es eine leistungsstarke und ausfallsichere Elektronik- sowie Software-Architektur.

Ausfallsicherheit: Heute werden Fahrerassistenzsysteme zur Unterstützung des Fahrers eingesetzt. Beim Automatisierten Fahren muss im Fehlerfall eine sichere Weiterfahrt oder ein kontrollierter, sicherer Fahrtabschluss ermöglicht werden. Dafür entwickelte, redundante Bremssysteme befinden sich derzeit bereits in der Entwicklung. Auch die Sicherheit vor Manipulationsversuchen muss bedacht werden. Continental arbeitet gemeinsam anderen Partnern aus der IT- und Automobilindustrie an Verfahren, die solche Versuche erkennen und die Fahrzeugsysteme entsprechend schützen. Eine solche Sicherheit wird kontinuierliche Aktualisierungen der Fahrzeugsoftware voraussetzen, um dem Stand der Technik über die Fahrzeuglebensdauer zu folgen.

Akzeptanz: Vertrauen in die zum Einsatz kommende Technologie ist aus Sicht von Continental die Basis für die Akzeptanz des Automatisierten Fahrens. Die Vertrauensbildung geschieht über den intelligenten Dialog zwischen Fahrer und Fahrzeug. Der Fahrer muss dabei immer genau wissen, was das Fahrzeug als nächstes vorhat. Die Entwickler heutiger Fahrerassistenz- und Fahrerinformationssysteme berücksichtigen dies. Die zunehmende Verbreitung solcher Systeme, erhöht die Akzeptanz künftiger automatisierter Fahrfunktionen.