5500 Kilometer von der West- zur Ostküste Delphi erprobt autonomes Fahren in den USA

Zur Erprobung des autonomen Fahrens setzt Delphi einen mit modernsten Fahrerassistenzsystemen ausgestatteten Audi SQ 5 ein.
Zur Erprobung des autonomen Fahrens setzt Delphi einen mit modernsten Fahrerassistenzsystemen ausgestatteten Audi SQ 5 ein.

Ab dem 22. März 2015 wird ein Demonstrationsfahrzeug von Delphi erstmals eine vollständig automatisierte Fahrt von der West- zur Ostküste Nordamerikas unternehmen. Dies soll die längste Strecke ohne Fahrereingriff werden, die ein automatisiertes Fahrzeug in Nordamerika bisher zurückgelegt hat.

Nach dem Start an der Golden Gate Bridge in San Francisco wird der mit modernsten Fahrerassistenzsystemen ausgestattete Audi SQ 5 mehr als 5500 Kilometer bis New York zurücklegen. Auf seinem Weg quer durch den Kontinent wird das Demonstrationsfahrzeug vielfältigen und herausfordernden Fahrsituationen ausgesetzt sein: unterschiedliches Wetter und Gelände sowie stark wechselnde Straßenverhältnissen vom Großstadtgewühl bis hin zur einsamen Überlandstraße. Von dieser Vielfalt erwarten sich die Ingenieure von Delphi wertvolle Erkenntnisse zur weiteren Optimierung des automatisierten Fahrens

Das auf der CES 2015 in Las Vegas vorgestellte Demonstrationsfahrzeug ist mit zahlreichen Assistenzsystemen für Stop-and-Go-Fahren, für Überlandfahrten inklusive Spurwechsel, für Stadtfahrten sowie zum automatisierten Parken ausgestattet, die eine reibungslose automatisierte Fahrt quer durch Nordamerika ermöglichen sollen.

Radar-, Kamera und Lidarsensoren sorgen für eine Rundum-Umfelderfassung. Ein leistungsfähiger Multi-Domain-Rechner übernimmt das komplette Datenmanagement der automatisierten Fahrfunktionen. Die funkbasierte V2X-Kommunikation (Vehicle-to-Vehicle und Vehicle-to-Infrastructure) bietet zusätzliche Umfeldinformationen, die zur Optimierung der automatisierten Fahrfunktionen genutzt werden. Intelligente Softwarealgorithmen sorgen schließlich dafür, dass die Systeme auch bei komplexen Fahrsituationen die richtige Entscheidung treffen können – etwa beim Einfädeln auf eine Autobahn, an Kreuzungen oder beim Überholen eines Radfahrers.

Mit Unterstützung von Stadt und Land bemüht sich Delphi auch in NRW automatisiert fahrende Prototypen für den Straßeneinsatz zuzulassen. „Wichtige Komponenten kommen aus den bergischen Delphi-Standorten, und die Systeme müssen an deutsche Straßenverhältnisse angepasst werden. Dazu müssen die Fahrzeuge, wie in USA, mit einem Ingenieur auf dem Fahrersitz durch den Verkehr fahren. Es ist wie eine Fahrschulsituation“, erklärt Rainer Denkelmann, Leiter der Vorentwicklung für Steuergeräte und Fahrzeugsicherheit am Wuppertaler Delphi Standort.