Bosch: Energiesparender Reifendrucksensor

Der neue Reifendruck-Sensor von Bosch zeichnet sich durch sehr geringe Ruhestromaufnahme aus, wodurch eine lange Batterie-Lebensdauer gewährleistet wird. Die Übertragung der Messwerte erfolgt per Funk.

Der SMD400 von Bosch sorgt durch seine geringe Ruhestromaufnahme dafür, dass die batteriegespeisten Reifenmodule von Reifendruck-Überwachungsystemen (Tire Pressure Monitoring Systems, TPMS) seltener erneuert werden müssen. Der Drucksensor enthält neben einem mikromechanischen Piezo-Druckaufnehmer für den Messbereich 0 bis 6 bar (600 kPa) noch einen multifunktionalen ASIC.

Der Piezo-Druckaufnehmer arbeitet mit großer Genauigkeit. Der Messfehler im Kernbereich ist unter 1 Prozent, an den Bereichsgrenzen sind es maximal 2 Prozent. Mit einem Temperaturfühler erkennt der Drucksensor temperaturbedingte Druckänderungen. Zur Ausstattung gehört auch eine  Schnittstelle für einen optional bestückbaren piezoelektrischen Bewegungssensor, der meldet, ob das Fahrzeug steht oder fährt. Der programmierbare Mikrocontroller eines SMD400 kann diese Bewegungsinformation dazu verwenden, die Modulbatterie zu schonen und Messungen bei stehendem Fahrzeug zu unterbinden. Mit dem integrierten Niederfrequenz-Induktionsempfänger lässt sich der batterieschonende Sleep-Modus auch durch Steuerkommandos aufrufen.

Die Messwert-Übertragung zum Überwachungssystem erfolgt mit einem Hochfrequenz-Sender auf dem Chip. Er überträgt die Messgrößen Druck, Temperatur, Bewegung und Batteriespannung sowie eine Sensor-ID zur Raderkennung und das Ergebnis der regelmäßigen Selbsttests.

Systeme zur Reifendrucküberwachung zählen zu den größten Wachstumsmärkten der Automobilelektronik. In Europa finden sie hauptsächlich in Modellen der Oberklasse Verwendung. In den USA sind sie seit September 2007 Pflicht für alle Neufahrzeuge bis 4,5 Tonnen Gesamtgewicht.

Muster des SMD400 sind bereits erhältlich, der Start der Serienproduktion ist für das vierte Quartal 2008 geplant.