Bosch Motorpressekolloquium 2015 Automatisiertes, elektrisches und vernetztes Fahren im Mittelpunkt

Automatisiertes Fahren auf Basis des Tesla Model S

»Vision Zero muss eine Triebfeder für unser Handeln sein«, betonte Dr. Dirk Hoheisel, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH. Da menschliches Fehlverhalten die Nummer 1 der Unfallursachen rangiert, muss Technik für die bestmögliche Verkehrssicherheit sorgen. Elektronische Helfer tragen immer mehr dazu bei, Unfälle zu reduzieren sowie diese – wenn nicht mehr vermeidbar – abzumildern. Moderne Fahrerassistenzsysteme bis hin zum zukünftigen automatisierten Fahren sollen darüber hinaus für mehr Sicherheit und hohen Komfort sorgen. Auf dem Motorpressekolloqium präsentierte Bosch ein Erprobungsfahrzeug fürs automatisierte Fahren, das auf dem Tesla Model S basiert. Das Fahrzeug zeigt, welche Fortschritte der Zulieferer bereits bei der Integration der notwendigen Systeme und Komponenten erzielte. Damit das Auto überhaupt das Steuer übernehmen konnte, war ein Umbau erforderlich. In den Tesla wurden 50 neue Bosch-Komponenten eingebaut, beispielsweise eine Stereo-Videokamera (SVC), mit der sich Fahrspuren, Verkehrszeichen aber auch Freiflächen erkennen lassen. Zudem sind 1.300 m Kabel neu verlegt und mit 400 Kabelbindern befestigt worden. Mit der integrierten Technik kann der Tesla selbstständig von Autobahnauffahrt bis -abfahrt fahren. Weil das Fahrzeug auch beim Ausfall einer Komponente jederzeit sicher funktionieren muss, verfügt es beispielsweise sowohl über den elektromechanischen Bremskraftverstärker iBooster als auch das Bremsregelsystem ESP. Auch Stromversorgung und wichtige Steuergeräte sind redundant ausgelegt. Neben dem Tesla Model S stand auch ein automatisiertes Erprobungsfahrzeug auf Basis des BMW 325d Touring zur Verfügung. Darüber hinaus zeigte Bosch im Bereich »Automated« unter anderem einen intelligenten Hänger-Einparkassistenten, 3D-Rundumsicht im Jeep Cherokee Limited, den automatischen Notbremsassistenten im Landrover Discovery Sport, Kreuzungs-Assistent im VW Passat sowie die automatische Einparkhilfe via Smartphone.