Bosch 50 Millionen Elektrolenkungen

Elektrolenkungen laufen bei Bosch in Europa, Nordamerika und China vom Band.
Elektrolenkungen laufen bei Bosch in Europa, Nordamerika und China vom Band.

Zwölf Jahre nach Produktionsbeginn ist nun bei Bosch die 50-millionste Elektrolenkung vom Band gelaufen. Und der Bedarf steigt weiter: Elektrolenkungen sparen Kraftstoff und sind Voraussetzung für wichtige technische Weiterentwicklungen.

Die Elektrolenkung ist auf dem Vormarsch. Als unverzichtbarer Baustein für Fahrerassistenzsysteme wie Spurhalte- oder Parkassistenten gehört sie in modernen Pkw immer öfter zum Standard. Zudem spart sie im Vergleich zu einer hydraulischen Servolenkung Kraftstoff – je nach Fahrzyklus bis zu 0,8 Liter pro 100 Kilometer Fahrstrecke. Der wachsenden Bedeutung von Elektrolenkungen verdankt Bosch jetzt ein Jubiläum: In Schwäbisch Gmünd lief am 22. Juli 2015, zwölf Jahre nach Produktionsbeginn, die 50-millionste „Servolectric“ vom Band.

Die Marktanteile der Elektrolenkung werden weiter steigen. Für die Elektrifizierung und das automatisierte Fahren – zwei wichtige Zukunftstrends der weltweiten Automobilindustrie – ist die Elektrolenkung eine Schlüsseltechnologie. Beispielsweise kommen in Elektroautos ausschließlich elektrische Lenkungen zum Einsatz, da die Energieversorgung durch den Verbrennungsmotor für die hydraulische Lenkkraftunterstützung entfällt.

Beim automatisierten Fahren übernehmen Fahrzeuge in bestimmten Situationen, wie etwa einer Autobahnfahrt, selbst das Steuer und sorgen damit für mehr Sicherheit und Komfort. Von zentraler Bedeutung sind dabei die Vernetzung und das Zusammenspiel des Lenksystems mit allen wichtigen Komponenten im Fahrzeug. Dazu zählen zum Beispiel das Bremsregelsystem ESP, das Motorsteuergerät und die Umfeldsensoren.

Elektrolenkungen laufen bei Bosch in Europa, Nordamerika und China vom Band. Aktuell werden zu rund 70 Prozent Servolenkungen mit Elektroantrieb gebaut. Zum Vergleich: 2009 lag der Anteil noch bei 40 Prozent. Für 2020 rechnet Bosch bei Hydraulik-Lenkungen nur noch mit einem Anteil von zehn bis 15 Prozent an der gesamten Lenkungsfertigung.