Elektromobilität auf dem Vormarsch 626,6 km mit einer Batterieladung

Von der Simulation zum realen Steuergerät

Mehr als die Hälfte der Steuergeräte haben die Entwickler zu Anfang auf diese Weise im Schluckspecht simuliert. Die mit der CANoe-eigenen Programmiersprache CAPL erstellten Steuergeräteapplikationen sorgen auf Basis der Restbussimulation so auch ohne Fahrzeug für eine große Testtiefe. Zum Testen des zentralen Gateways erschien es beispielsweise sinnvoll, eine spezielle Simulationsoberfläche zu implementieren. Werden nun die einzelnen Steuergeräte im weiteren Entwicklungsverlauf nach und nach fertig, lässt sich der betreffende Teil der Restbussimulation einfach abschalten. Am Ende ist das vollständige Netzwerk real vorhanden, und CANoe arbeitet als reines Analyse- und Überwachungs-Werkzeug (Bild 7). Dieselbe Konfiguration, die in der frühen Entwicklungsphase die Restbussimulation bereitstellt, dient auf den Testfahrten des Schluckspecht IV E zum Überwachen und gegebenenfalls zum Eingreifen in das fahrzeug- interne Geschehen. Alle Knoten im Simulationsaufbau der CANoe-Konfiguration sind abgeschaltet, da sämtliche Steuergeräte nun real vorhanden sind. Auf der Wettbewerbsfahrt in Südafrika überwachten die Ingenieure und angehenden Ingenieure so zum Beispiel die Temperatur, die Spannung und den Strom der Batterien und sind in der Lage, verschiedene Antriebsmomente über Fahrstufen vorzugeben. Das HMI-Panel erlaubt darüber hinaus die Anzeige und die Stimulation von Bremse und Blinker.