Elektromobilität auf dem Vormarsch 626,6 km mit einer Batterieladung

Vernetzte Elektronik im Dienst der Elektromobilität

Das Elektronikkonzept des Schluckspecht IV E besteht im Wesentlichen aus einem Zentralsteuergerät, dem HMI-Steuergerät (Human-Machine-Interface) sowie mehreren Batteriesteuergeräten. Letztere überwachen permanent die Spannung und die Temperatur der Batterien. Das Zentralsteuergerät regelt den Verbund der Radnabenmotoren in Abhängigkeit der Fahreraktivitäten bzw. des HMI und fungiert auch als Master für die Batteriesteuergeräte. In der Rolle des Masters kann das Hauptsteuergerät durch eine Unterbrechung der Energiezufuhr in Notsituationen das Gesamtsystem schnell abschalten. Weiterhin dient dieses Steuergerät als zentrales Gateway für die drei CAN-Busse des Fahrzeugs (Bild 6). In den Verantwortungsbereich der Fahrzeugregelung gehören sowohl sicherheitstechnische Aufgaben als auch das Steuern der Fahrdynamik. Dazu verfügt jeder der Radnabenmotoren über ein eigenes Motorsteuergerät. Zur Fahrdynamikregelung gehören ebenso das Synchronisieren der antreibenden Räder bei Kurvenfahrten, da ja kein mechanisches Differenzial vorhanden ist, sowie eine Schlupfüberwachung. Die elektronische Kommunikation verteilt sich auf die Busse CAN1, CAN2 und CAN3. Während CAN1 das HMI mit dem Zentralsteuergerät verbindet, ist CAN2 für die Batteriesteuerung verantwortlich. Weil diese beiden Bereiche nicht zeitkritisch sind, arbeiten sie mit der Low-Speed-Übertragungsrate von 125 Kbit/s. CAN3 hingegen ist als High-Speed-CAN mit 1 Mbit/s ausgeführt, da dieser die Motorsteuergeräte vernetzt.